In den Herbst- und Wintermonaten schnellt die Anzahl der Patienten mit Magen-Darm-Infektionen in die Höhe.

Schuld sind Noroviren, die kurze, aber sehr heftige Magen-Darm-Beschweren auslösen. Schutz vor einer Ansteckung bietet nur sorgfältige Hygiene.
Starke Übelkeit, schwallartiges Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall und Kreislaufbeschwerden sind Anzeichen einer Infektion mit Noroviren. Die weltweit verbreiteten Erreger sind sehr widerstandsfähig. Sie bleiben außerhalb des menschlichen Körpers mehrere Tage ansteckungsfähig. Gelangen sie in den Organismus, lösen sie innerhalb von 10 bis 50 Stunden heftige Magen-Darm-Beschwerden aus. Nach 1 bis 2 Tagen ist der Spuk meist wieder vorbei.
Eine Infektion mit Noroviren ist unangenehm, aber für gesunde Menschen nicht lebensbedrohlich. Gefahr besteht jedoch für kleine Kinder, ältere und durch Krankheit geschwächte Personen, da durch Erbrechen und Durchfall viel Flüssigkeit und Salze verloren gehen. Hier sollte der Arzt aufgesucht werden.
Medikamente gegen die Erkrankung gibt es nicht. Betroffene sollten Bettruhe einhalten und den Flüssigkeitsverlust mit Tee oder Wasser, welche mit Traubenzucker und Salz angereichert sind, ausgleichen. Gut sind auch Elektrolytlösungen, die Wasser, Zucker und Mineralien in einem ausgewogenen Verhältnis enthalten. Werden die Getränke gleich wieder erbrochen, empfiehlt es sich, die Flüssigkeit im Abstand von 10 Minuten teelöffelweise anzubieten.
Ist die akute Phase vorbei, können wieder leicht verdauliche Lebensmittel, wie Zwieback, Bananen, gegarte Möhren und Kartoffeln, Haferbrei gegessen werden. Erst zwei Tage nach Abklingen der Symptome sollten Berufstätige wieder zur Arbeit gehen bzw. Kinder den Kindergarten oder die Schule besuchen. Sehr wichtig ist, nach einer Erkrankung noch mindestens 2 Wochen lang auf sorgfältige Hygiene zu achten, da Patienten mit einer durchgemachten Norovirus-Infektion noch Wochen später ansteckend sein können.
Noroviren werden mit dem Stuhl oder über Erbrochenes ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über Schmierinfektionen, wenn Hände, Gegenstände (Toiletten, Türklinken, Waschbecken) oder Lebensmittel berührt werden, die mit Stuhl oder Erbrochenem verschmutzt sind. Die beste Vorbeugung vor einer Norovirus-Infektion ist daher eine sorgfältige Hände- und Toilettenhygiene. Dafür reichen herkömmliche Reinigungsmittel aus. Desinfektionsmittel werden für den privaten Haushalt nicht empfohlen.
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