Hilfe bei Aufstoßen und Blähungen

Das kennt fast jeder: In Darm oder Magen rumort es. Doch wie entstehen dabei die unangenehmen Geräusche und Gerüche? Und was können Sie dagegen tun?


Eine Frau drückt sich eine rote Wärmflasche auf den Bauch.

Luft im Darm oder im Magen durch Aufstoßen oder Blähungen entweichen zu lassen, ist ganz normal. Passiert es häufiger, stecken hinter diesen unange- nehmen Körperreaktionen meist ungefährliche Verdauungs- beschwerden. Dann reicht es in der Regel schon aus, die Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Und Ruhe kehrt wieder in Magen und Darm ein. In manchen Fällen verbergen sich jedoch auch ernstere Magen-Darm-Erkrankungen dahinter. Wenn die Beschwerden häufig auftreten, sollten Sie überlegen, die Ursache beim Arzt abklären zu lassen.

Gasalarm im Darm

Mehrmals am Tag entweichen mit überflüssiger Luft Gase aus dem Darm, die beim Aufspalten und Zerlegen der Nahrung durch die Darmbakterien entstehen. Bis zu zehn Mal pro Tag Luft über den After ablassen, gilt als normal. Darüber hinaus spricht der Mediziner von vermehrtem Abgang oder Flatulenz. Bei Blähungen rumort ebenfalls vermehrt Gas im Gedärm. Der Bauch fühlt sich unangenehm aufgetriebenen und mitunter auch schmerzhaft an. Die Luft im Bauch kann regelrechte Attacken auslösen, die sich lautstark entladen. Beide Beschwerden – Flatulenz und Blähungen – lassen häufig nach, wenn die Essgewohnheiten geändert werden. So schonen Sie Ihren Darm:

  • Gut gekaut ist halb verdaut: Magen und Darm haben weniger Arbeit mit der Verdauung und produzieren weniger Gase.
  • Ein Verdauungsspaziergang nach dem Essen regt die Darmtätigkeit an und befördert die Nahrung schneller durch den Darmtrakt. Genauso wirken auch andere Arten von Bewegung und Sport.
  • Ausreichendes Trinken hält den Stuhl locker, der Darm kann sich leichter entleeren.
  • Hülsenfrüchte und andere Nahrungsmittel wie Kohl, Zwiebeln, Schwarzwurzeln und Schwarzbrot sind gesund, wirken aber blähend. Helfen können ein Päckchen mit Kümmelsamen im Gemüsekochwasser oder blähhemmende Gewürze, neben Kümmel sind das Anis, Gänsekraut, Fenchel oder Schöllkraut.
  • Rohkost, besonders abends genossen, gärt im Darm, vermehrte Gasbildung ist die Folge. Tipp: Gewöhnen Sie Ihren Darm langsam an eine rohkostreichere Ernährung. Nach 19 Uhr sollten Sie lieber leicht Verdauliches wie gedünstetes Gemüse oder helles Fleisch zu sich nehmen. Warten Sie nach dem Abendessen ein bis zwei Stunden, bevor Sie zu Bett gehen.
  • Drosseln Sie Ihren Zuckerkonsum. Zucker fördert die Ausbreitung von Candidapilzen im Darm. Wer anfällig für Blähungen ist, sollte deshalb lieber auf hohe und vor allem auf konzentrierte Zuckerdosen verzichten.
  • Tee aus Anis, Fenchel, Kümmel (wirken Blähungen entgegen) oder Kamille (entkrampfend, schmerzlindernd) sowie Auflagen mit Wärmflasche oder warmem Dinkelkissen helfen bei akuten Beschwerden. Leichte kreisende Bewegungen auf dem Bauch besänftigen den Darm ebenfalls.
  • Sie sind verabredet, aber der Darm rumort? Spezielle Medikamente (Apotheke) können schnell Abhilfe schaffen. Sie zerlegen die Darmluft in kleine Bläschen, die dann einfach ins Blut gelangen können. Solche Mittel sollten Sie aber keinesfalls regelmäßig einnehmen.

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Zu viel Luft im Magen

Aufstoßen ist ein Anzeichen für überschüssige Luft im Magen, die nicht über den Darm, sondern über die Speiseröhre entweicht. Häufiges Aufstoßen oder ein ständiger Druck im Magen können Anzeichen für eine Funktionsstörung des Magens sein. Meist wird dem Verdauungsorgan jedoch einfach zu viel zugemutet. Und darauf reagiert er mit Magengrimmen. Ein paar Tipps helfen dagegen:

  • Lieber nicht mit vollem Mund sprechen. Wer schlingt oder viel redet während er isst, schluckt viel Luft mit herunter, die dann auf die Magenwände drückt.
  • Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt entlasten den Magen stärker als wenige große. Essen Sie nicht ununterbrochen. Gönnen Sie Ihrem Magen zwischendurch Verdauungspausen.
  • Aus kohlensäurehaltigen Getränken (Limonade, Cola, Sekt, Bier) wird im Magen gasförmiges Kohlendioxid freigesetzt. Reichhaltiger Genuss führt zu Aufstoßen oder Blähungen. Öfter mal zwischendurch zu stillem Wasser greifen und lieber auf säurearmen Wein statt Sekt, auf dunkles Bier statt Hefeweizen zurückgreifen.
  • Üppige und fette Mahlzeiten überstrapazieren die Verdauungskapazitäten des Magens. Völlegefühle entstehen.
  • Stress beeinträchtigt die Verdauung. Versuchen Sie deshalb, möglichst entspannt zum Essen zu gehen. Konzentrieren Sie sich auf Ihr Essen und schmecken Sie bewusst.
  • Leiden Sie unter einem Reizmagen, der schnell mit Aufstoßen und Blähungen reagiert, sollten Sie Entspannungsübungen in Ihren Alltag integrieren und den Genuss von Reizstoffen wie Kaffee, Alkohol oder scharfen Gewürzen (Chili, Pfeffer) minimieren.
  • Bei Schwangeren drückt der wachsende Bauch den Magen nach oben. Besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft häuft sich saures Aufstoßen.

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Wenn die Ursache tiefer liegt

Anhaltende Blähungen und Flatulenz können Anzeichen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sein. Der Verdauungstrakt kann bestimmte Stoffe nicht oder nur beschwerlich abbauen. Häufig sind Unverträglichkeiten von Laktose (Milchzucker), Gluten (Klebereiweiß des Weizens), Fructose (Fruchtzucker) und dem biogenen Amin "Histamin" – ein Botenstoff, der unter anderem in Hartkäse und Rotwein in hohen Mengen enthalten ist.

  • Überprüfen Sie, ob die Beschwerden stets nach dem Genuss bestimmter Nahrungsmittel auftreten. Klären Sie die Symptome mit einem Arzt ab.
  • Liegt eine Unverträglichkeit vor, ist es unverzichtbar, die Ernährung umzustellen. Die Beschwerden sollten dann deutlich nachlassen.

Nehmen Sie anhaltende Reaktionen von Magen und Darm nicht auf die leichte Schulter. Ständiges Aufstoßen kann auch auf eine Magenschleimhautentzündung oder ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür hinweisen. Übermäßige Blähungen und Flatulenz kommen bei einem Reizdarm vor. Möglicherweise sind sie auch die Folge eines Darmtumors oder einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse.

 

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