Milch und Milchprodukte bieten eine große Vielfalt an leckeren Geschmackserlebnissen, und zwar mit jeder Menge wichtigen Nährstoffen. Gesunde Kost also.

Voll-, Frisch- oder H-Milch, fettarm oder mager. Der Hauptunterschied ist hier die Verarbeitung. Durch Zugabe von bestimmten Bakterien entstehen außerdem verschiedene Sauermilchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch. Mit Lab und Milchsäure zu Käse veredelt, bringt Milch zusätzliche Abwechslung. Doch ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich - vor allem bei stark verarbeiteten Produkten.
Milch kann als vollwertige Zwischenmahlzeit gelten, denn sie enthält viele Nährstoffe:
Unterschieden wird hier je nach Verarbeitung. In der Molkerei wird die Milch als so genannte Rohmilch angeliefert, zunächst gereinigt und mittels einer Zentrifuge in Rahm und Magermilch getrennt. Anschließend wird das Fett je nach gewünschter Milchsorte und ihrem speziellen Fettgehalt wieder zugeführt und die Milch erhitzt (pasteurisiert), um eventuell vorhandene Krankheitskeime abzutöten. Die unterschiedlichen Methoden der Wärmebehandlung bestimmen, wie haltbar die Milch ist. Diese Milchsorten werden unterschieden:
Um aus Milch erfrischende Dickmilch herzustellen, wird industriell pasteurisierte Milch verwendet, der Milchsäurekulturen zugegeben werden. Der Milchzucker vergärt teilweise zu Milchsäure, die das Milcheiweiß wiederum feinflockig gerinnen und die Milch dick werden lässt. Je nach Kultur entstehen Joghurt, Dickmilch, Kefir oder Buttermilch. Alle Sauermilchprodukte sind nicht nur lecker und erfrischend, sondern auch gut für die Gesundheit: Die Milchsäure ist günstig für die Darmflora und fördert eine geregelte Verdauung. Außerdem wird das Milcheiweiß durch die Gerinnung besonders bekömmlich und die Mineralstoffe können durch die Säure vom Körper besser aufgenommen werden.
Milch mit einem bestimmten Fettgehalt wird mit Labenzym und Milchsäurebakterien zum Gerinnen gebracht. Nur Sauermilchkäse wird aus reinen Milchsäurebakterien ohne Lab hergestellt. Für Hart- und Schnittkäse nimmt man viel Lab und wenige Milchsäurebakterien, bei Frischkäse, Quark, Cottage Cheese ist das Verhältnis umgekehrt.
Die entstehende gallertartige Masse, der Käsebruch, wird mit der Käseharfe zerkleinert. Anschließend wird die Masse in Formen gefüllt und durch häufiges Wenden und Pressen von der fettarmen Restflüssigkeit, der Molke, befreit. Bei Hart- und Schnittkäse kommt die Masse anschließend ins Salzbad. Das verbessert die Haltbarkeit und gibt Geschmack. In besonderen Gär- und Lagerräumen durchläuft der Käse (ausgenommen Frischkäse) seinen Reifungsprozess, der mehrere Tage bis Monate andauern kann. Die Zugabe von Kräutern, Gewürzen und anderen Zutaten, die nach dem ersten Molkeabzug in den Käsebruch gegeben werden, führen letztendlich zur großen Vielfalt der Käsesorten.
Weltweit werden heute mehr als 5000 Käsesorten hergestellt. Neben den bekannten Sorten wie Emmentaler, Tilsiter, Gouda oder Bergkäse bereichern viele Spezialitäten unsere Käsetheken: gewürzt mit aromatischen Kräutern, mit ausgewählten Hölzern geräuchert oder mit edlem Schimmel versehen.
F.i.Tr.: Wie fett ein Käse ist, zeigt der „Fett in der Trockenmasse“-Wert. Da Käse aber nicht nur aus Trockenmasse, sondern auch aus Wasser besteht, ist der tatsächliche Fettgehalt niedriger. Kleine Faustregel: Bei Hartkäse beträgt der tatsächliche Fettgehalt etwa 70 Prozent des F.i.Tr.-Wertes, bei Schnittkäse 50 Prozent und bei Frischkäse 30 Prozent.
Lieber öfter wenig als seltener viel Käse kaufen. Am besten Sie kaufen Käse am Stück, so bleibt der Käse länger frisch. Hier einige Tipps, wie sie ihn richtig lagern:
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