Insbesondere während der dunklen und kalten Jahreszeit schaffen duftende Kerzen und Lampen für viele eine gemütliche und wohlriechende Atmosphäre.

Doch immer mehr Menschen reagieren mit Allergien und Unverträglichkeiten auf die für den Geruch verantwortlichen Substanzen.
Düfte vertreiben trübe Stimmungen, wecken Erinnerungen und können unser Verhalten beeinflussen. Ob Kleidung, Schuhe oder Spielzeug – Duftstoffe sind heute in vielen Produkten des täglichen Bedarfs zu finden. Vermehrt werden auch Kinos, Hotelhallen und Warenhäuser beduftet, um Kunden zu locken oder das Raumklima zu verbessern. Mehr als 2.600 synthetische und natürliche Riechstoffe kommen heute zur Anwendung, um aus ihnen komplexe Duftstoffmischungen herzustellen.
Für die meisten Menschen ist die Allgegenwart von Duftstoffen kein Problem. Bei sensiblen Personen können sie aber allergische Reaktionen auslösen. Ähnlich wie Nickel im Schmuck führen Duftstoffe bei Kontakt mit der Haut zu juckenden Ekzemen, in manchen Fällen sogar zu Atembeschwerden. Riechstoffe können jedoch nicht nur Kontaktallergien auslösen, sondern die Entstehung anderer Allergien, wie Heuschnupfen oder Hausstauballergien, begünstigen. Dabei kann ein einzelner Riechstoff durchaus ohne Probleme vertragen werden, im Mix mit anderen aber allergisch wirken.
Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes e. V. reagieren etwa zehn bis zwölf Prozent der Menschen allergisch auf Parfüminhaltsstoffe. Dabei ist es unerheblich, ob diese natürlichen Ursprungs sind, wie zum Beispiel aus ätherischen Ölen, oder synthetisch hergestellt wurden. Ähnlich hoch ist die Anzahl derer, die eine Duftstoff-Hypersensivität entwickeln. Schon das Einatmen von Düften führt bei den Betroffenen zu Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel.
Wer auf Duftstoffe mit Unverträglichkeiten reagiert, sollte auf Raumsprays, Toilettensteine, Duftbäumchen und -kerzen sowie Aromalampen verzichten. Für frische Luft sorgt ausgiebiges Lüften und gründliches Reinigen. Duftstoff-Allergene in der Innenraumluft von öffentlichen Gebäuden zu meiden, ist kaum möglich. Da die Inhaltsstoffe von Produkten zur Raumbeduftung nicht aufgeführt werden müssen, ist kaum bekannt, welche Einzelsubstanzen sich in der Luft befinden. Ähnlich ist es bei Kleidung, Schuhen oder anderen Produkten des täglichen Lebens.
Bei Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Kosmetika sieht es besser aus. Hier hilft ein Blick auf das Etikett. Bezeichnungen wie Duftstoffe, Parfüm, Fragance, Aroma oder Flavour zeigen, dass sich duftende Substanzen in dem Produkt befinden. Derzeit gibt es 26 Duftstoffe, die besonders häufig Allergien auslösen und daher deklariert werden müssen, sofern eine bestimmte Konzentration überschritten wurde.
Duftstoff-Allergiker können so entsprechende Produkte meiden. Es kann aber sein, dass der Auslöser nicht genannt werden muss oder gar nicht bekannt ist. Dann hilft nur Ausprobieren oder der Griff zu duftstofffreien Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln. Diese sind erkennbar an Bezeichnungen wie „ohne Parfüm“, „ohne Duftstoffe“ oder „parfümfrei“.
Tipp: Weitere Informationen zum Thema Duftstoff-Unverträglichkeit gibt es auf den Internetseiten des Deutschen Allergie- und Asthmabundes e. V. unter: www.daab.de
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