Wenn die Belastungen des täglichen Lebens überhand nehmen, der gesamte Körper nur noch angespannt ist, entsteht Stress und unser Körper befindet sich in höchster Alarmbereitschaft – sofort einsatzbereit für eine Flucht oder einen Kampf.

Bei der körperlichen Reaktion auf Stressfaktoren wie z.B. Zeitmangel oder Termindruck werden im Körper u.a. die Stresshormone Adrenalin und Cortisol freigesetzt. Sie versetzen den Körper in Hochform. Der Herzschlag und die Atmung werden beschleunigt und somit das Gehirn und die Muskeln verstärkt mit Sauerstoff und Zucker versorgt. Die in dieser Situation momentan unwichtigeren Körperfunktionen, wie beispielsweise die Verdauung, werden eingeschränkt.
Das Problem ist hierbei, dass der Mensch heute die Stresshormone nicht mehr durch Flucht oder Kampf abbaut, sondern sie eher sammelt. Hinzu kommt, dass es im Körper keine Obergrenze für die Ausschüttung von Stresshormonen gibt. Beim Adrenalin hat dies weniger Auswirkungen als beim Hormon Cortisol. Während der
Adrenalinspiegel schnell wieder sinkt, verbleibt Cortisol länger im Körper. Auf die Dauer können so z.B. die Arterien verkalken und der Blutdruck steigen. Zudem kann es zum stressbedingten Herzkollaps, zu Schlafstörungen, zum Burn-Out oder zu Depressionen führen.
Übrigens: Vorfreude oder Anstrengung bei der Lieblingssportart verursachen angenehmen Stress. Von vielen wird er kaum als unerträgliche Belastung empfunden.
Jedes Kind reagiert ganz individuell auf Belastungssituationen im Alltag. Ungewohnter Leistungsdruck in der Schule, Probleme in der Familie oder auch ein enger Terminplan in der Freizeit können bei Kindern zu Stress führen. Häufig äußert er sich mit Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen oder Schlafproblemen.
Achten Sie auf diese Signale oder ein verändertes Verhalten, insbesondere bei sehr ruhigen Kindern, die weniger über ihr Befinden erzählen. Gehen Sie auf die Suche nach den Ursachen, in dem Sie sich vor allem Zeit nehmen und mit Ihrem Kind in einer vertrauten Umgebung und in einer entspannten Situation sprechen. Wichtig ist, dass Sie aufmerksam zuhören.
Oft hilft es, wenn Sie Ihrem Kind mehr Freiraum gewähren und das vorgesehene Programm für die Nachmittage auflockern oder im Umfang reduzieren. Denn beim Toben und ausgelassenem Spielen mit Freunden kann der Stress im Körper besser abgebaut werden.
Sie haben mal wieder Stress und der Appetit auf etwas Süßes nimmt zu? Dann sollten Sie nicht zur Süßigkeit greifen, denn sie vermindert die Ausschüttung weiterer Stresshormone leider nur für kurze Zeit. So greifen viele wieder schnell zum nächsten Naschwerk.
Wer auf Dauer etwas gegen den Stress tun möchte, sollte konsequent Maßnahmen ergreifen, die zur Reduzierung von Stresssituationen und zum besseren Abbau der Stresshormone führen. Nehmen Sie sich die benötigte Zeit für die Regeneration Ihres Körpers.
Probieren Sie es aus und finden Sie für sich die effizienteste Methode Stress abzubauen und Ihren Alltag so zu gestalten, dass Dauerstress keine Chance hat. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

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