Gesundheit: Spezielle Tipps für Frauen

Gesundheitliche Probleme äußern sich bei Frauen anders als bei Männern. Besonders achtsam sollten sie bei der Dosierung von Schmerzmitteln sein.


Frau schaut entspannt

Frauen kümmern sich liebevoll um die Gesundheit und das Wohl ihrer Männer und Kinder. Das eigene Befinden bleibt dabei nicht selten auf der Strecke. Frauen nehmen zwar häufiger Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch als Männer, doch nur jede zweite Frau geht regelmäßig zur Krebsvorsorge.
Beim Arzt werden oft zusätzliche Untersuchungen angeboten. Aber sind sie wirklich sinnvoll? Vorsicht ist für Frauen bei der Einnahme von Schmerzmedikamenten geboten, denn Dosierungsempfehlungen gelten meist eher für den "Normal"-Mann.

Inhalt

Sind IGeL sinnvoll?

Die Individuellen Gesundheits-Leistungen - kurz IGeL genannt – werden von immer mehr Ärzten angeboten, besonders häufig von Gynäkologen. Diese Leistungen müssen von der Patientin selbst bezahlt werden. Aufwändigere oder neuere Früherkennungsmethoden sollen Tumorerkrankungen eher aufspüren.
Lassen Sie sich auf keinen Fall zu einer Untersuchung drängen. Erbitten Sie Bedenkzeit. Diese Leistungen sind niemals dringend! Informieren Sie sich vor einer Entscheidung genau über Chancen und Risiken der Methode. Insbesondere bei den folgenden Vorsorge-Angeboten ist Skepsis angebracht:

  • Weiterentwicklungen des Pap-Tests: Die neueren Varianten des bewährten Pap-Abstrichs werden ThinPrep Pap-Test, Monolayer-Test oder Dünnschichtzytologie genannt. Experten sagen, dass die Investition unnötig sei. Derzeit gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis über eine erhöhte Zuverlässigkeit dieser Methode.
  • Ultraschalluntersuchung der Brust: Ohne Strahlenbelastung einen Blick ins Brustgewebe werfen - so werben manche Gynäkologen für die Sonographie. Sie ist jedoch im breiten Einsatz für die Früherkennung nicht ausreichend erprobt.
  • Ultraschalluntersuchung des Unterleibs: Mit Hilfe von Tastuntersuchungen sind bösartige Veränderungen an Gebärmutter und Eierstöcken nur schwer zu entdecken. Zusätzliche Ultraschall-Checks bieten allerdings nicht mehr Sicherheit, vielmehr ergeben sich viele falsche Verdachtsfälle, die bei näherer Untersuchung als harmlos eingestuft werden. Die große Mehrzahl der Frauen wird also unnötig Ängsten und Strapazen ausgesetzt.

Nach oben

Checkliste: Das können Sie tun

  1. Lassen Sie sich nicht drängen. Fragen Sie den Arzt,

    - welchen Nutzen die Methode haben könnte.
    - wie gut sie geprüft ist.
    - welche Risiken damit verbunden sind.
    - welche Folgen möglich sind (z.B.: Was passiert, wenn ein
       Vorsorge-Angebot zu auffälligen Befunden führt?).
    - welche Kosten für Sie entstehen.
    - warum diese Leistung von Ihrer Kasse nicht erstattet wird.

  2. Im Zweifel können Sie gerne die IKK gesund plus fragen, ob das IGeL-Angebot in Ihrer persönlichen Situation vielleicht doch über die Versichertenkarte abgerechnet werden kann.

  3. Bestehen Sie auf einem schriftlichen Vertrag, der nicht nur die vorgesehene Leistung ausweist, sondern auch das voraussichtliche Honorar - und zwar auf Grundlage der Gebührenordnung Ärzte (GOÄ) bzw. Zahnärzte (GOZ), einschließlich Gebührenziffer und Steigerungsfaktor. Vereinbarungen eines Pauschalhonorars oder Stundensatzes sind unzulässig.

  4. Ohne schriftliche Vereinbarung müssen Sie nichts bezahlen. Sie haben Anspruch auf eine Rechnung. Sie können daher Vorkasse ablehnen.

  5. Lassen Sie sich nicht verunsichern. Die Leistungen der IKK gesund plus decken alle notwendigen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden ab.

Nach oben

Neu: Ein Stich gegen Krebs

Eine Impfung gegen Krebs - heute schon Wirklichkeit. Der Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs schützt vor einer Infektion mit krebserregenden humanen Papillomviren (HPV). Die HPV-Impfung muss allerdings sehr früh erfolgen und das Immunsystem darf noch nie Kontakt mit Papillomviren gehabt haben. Nur so kann sie sicher vorbeugen. Da die Krebs-Erreger beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, sollte eine HPV-Impfung vor dem ersten Sex erfolgen. Der jetzt verfügbare Impfstoff muss drei Mal injiziert werden, damit sich genügend Antikörper gegen Papillomviren bilden. Der Kinder- oder Frauenarzt gibt nach zwei Monaten die zweite und weitere vier Monate später die dritte Injektion. Ernste Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt und wie lange die Schutzwirkung anhält, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich langsam: Nach einer Infektion vergehen mindestens 15, meistens sogar mehr als 20 Jahre, bis ein Tumor heranwächst. So lange liefen die klinischen Studien nicht. Wie effektiv die HPV-Impfung wirklich ist, wird sich also erst in 2 bis 3 Jahrzehnten zeigen. Es steht allerdings fest, dass ein 100-prozentiger Schutz nicht möglich ist. Denn der Impfstoff wirkt nur gegen die zwei gefährlichsten Virustypen. Sie sind zusammen zwar für etwa 70 Prozent aller Gebärmutterhalstumore verantwortlich - aber gegen das restliche knappe Drittel ist zurzeit keine Immunisierung möglich.
Die Impfung kann also die Früherkennung nicht ersetzen. Frauen können schon ab dem 20. Geburtstag jährlich zur kostenlosen Vorsorgeuntersuchung gehen. Durch den regelmäßigen Pap-Abstrich lässt sich eine beginnende Tumorerkrankung so rechtzeitig erkennen, dass nahezu hundertprozentige Heilungschancen bestehen.

Nach oben

Wege aus der Schmerzspirale

Ein natürliches Mittel gegen Schmerzen ist Bewegung. Regelmäßiger Ausdauersport wirkt vor allem bei Kopfschmerzen sehr gut. Aufgrund der körperlichen Betätigung werden Botenstoffe ausgeschüttet, die die Schmerzwahrnehmung vermindern und die Stimmung verbessern. Auch bei Rückenbeschwerden ist es besonders wichtig, in Bewegung zu bleiben. Liegen bringt zwar zunächst Entlastung, doch längere Bettruhe schwächt die Muskeln - sie bieten der Wirbelsäule weniger Halt, deshalb nehmen die Schmerzen eher zu als ab. Sind die Schmerzen bei Bewegungen zu stark, müssen Sie zum Arzt.

Ergänzend zur schulmedizinischen Therapie können verschiedene Methoden helfen, um chronische Schmerzen zu lindern:

  • Akupunktur: Die sanften Nadelstiche helfen vielen Schmerzpatienten. Als wirksam erwies sie sich bei chronischen Rückenschmerzen und Kniebeschwerden. In diesen Fällen übernimmt die IKK gesund plus die Behandlungskosten.
  • Progressive Muskelentspannung: Bei dieser leicht erlernbaren Methode werden bestimmte Muskeln bewusst angespannt und entspannt. Verkrampfungen gehen dadurch zurück. Die Methode hilft insbesondere bei Migräne und Spannungskopfschmerzen.
  • Qigong: Dieses chinesische Entspannungstraining umfasst gymnastische und meditative Übungen.

Regelmäßige Entspannung beugt Kreuzbeschwerden und Kopfschmerzen vor. Nutzen Sie die kostenlosen IKKimpuls-Angebote, z.B. zu Bewegung und Stressbewältigung.

Nach oben

Interessante Links im Web

Weitere Infos rund um das Thema Frauengesundheit finden Sie auf den Internetseiten der Bundeszentrale für gesundheit- liche Aufklärung unter
www.frauengesundheitsportal.de

Das Bundesministerium für Gesundheit bieten Ihnen ebenso zahlreiche Tipps zum Thema Frauen und Gesundheit.

Kontakt

Rund um die Uhr zum Nulltarif!

0800 8579840

» Kontaktformular
» CallBack-Service

Mitglied werden

Profitieren Sie von unserem Leistungs- und Servicepaket!
» Gute Gründe
» Online-Antrag ausfüllen

IKK vor Ort

Wir beraten Sie vor Ort in einer unserer 39 Geschäftsstellen.

/Ort (km)

WebCenter

Erledigen Sie Geschäfte bequem online in unserer Internetfiliale und sparen Sie so Zeit!
» weitere Informationen
Sie sind noch nicht angemeldet?
» Zur Registrierung
Sie sind bereits registriert?
» Zum Login

Newsletter

Unsere Gesundheitstipps finden Sie im Gesundheitsnewsletter!
» So funktioniert's
Sie möchten das Gesundheits- telegramm online lesen?
» Jetzt registrieren
Oder nutzen Sie unseren
» Vorsorgenewsletter