Gesundheitliche Probleme äußern sich bei Frauen anders als bei Männern. Besonders achtsam sollten sie bei der Dosierung von Schmerzmitteln sein.

Frauen kümmern sich liebevoll um die Gesundheit und das Wohl ihrer Männer und Kinder. Das eigene Befinden bleibt dabei nicht selten auf der Strecke. Frauen nehmen zwar häufiger Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch als Männer, doch nur jede zweite Frau geht regelmäßig zur Krebsvorsorge.
Beim Arzt werden oft zusätzliche Untersuchungen angeboten. Aber sind sie wirklich sinnvoll? Vorsicht ist für Frauen bei der Einnahme von Schmerzmedikamenten geboten, denn Dosierungsempfehlungen gelten meist eher für den "Normal"-Mann.
Die Individuellen Gesundheits-Leistungen - kurz IGeL genannt – werden von immer mehr Ärzten angeboten, besonders häufig von Gynäkologen. Diese Leistungen müssen von der Patientin selbst bezahlt werden. Aufwändigere oder neuere Früherkennungsmethoden sollen Tumorerkrankungen eher aufspüren.
Lassen Sie sich auf keinen Fall zu einer Untersuchung drängen. Erbitten Sie Bedenkzeit. Diese Leistungen sind niemals dringend! Informieren Sie sich vor einer Entscheidung genau über Chancen und Risiken der Methode. Insbesondere bei den folgenden Vorsorge-Angeboten ist Skepsis angebracht:
Eine Impfung gegen Krebs - heute schon Wirklichkeit. Der Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs schützt vor einer Infektion mit krebserregenden humanen Papillomviren (HPV). Die HPV-Impfung muss allerdings sehr früh erfolgen und das Immunsystem darf noch nie Kontakt mit Papillomviren gehabt haben. Nur so kann sie sicher vorbeugen. Da die Krebs-Erreger beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, sollte eine HPV-Impfung vor dem ersten Sex erfolgen. Der jetzt verfügbare Impfstoff muss drei Mal injiziert werden, damit sich genügend Antikörper gegen Papillomviren bilden. Der Kinder- oder Frauenarzt gibt nach zwei Monaten die zweite und weitere vier Monate später die dritte Injektion. Ernste Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt und wie lange die Schutzwirkung anhält, lässt sich derzeit noch nicht sagen.
Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich langsam: Nach einer Infektion vergehen mindestens 15, meistens sogar mehr als 20 Jahre, bis ein Tumor heranwächst. So lange liefen die klinischen Studien nicht. Wie effektiv die HPV-Impfung wirklich ist, wird sich also erst in 2 bis 3 Jahrzehnten zeigen. Es steht allerdings fest, dass ein 100-prozentiger Schutz nicht möglich ist. Denn der Impfstoff wirkt nur gegen die zwei gefährlichsten Virustypen. Sie sind zusammen zwar für etwa 70 Prozent aller Gebärmutterhalstumore verantwortlich - aber gegen das restliche knappe Drittel ist zurzeit keine Immunisierung möglich.
Die Impfung kann also die Früherkennung nicht ersetzen. Frauen können schon ab dem 20. Geburtstag jährlich zur kostenlosen Vorsorgeuntersuchung gehen. Durch den regelmäßigen Pap-Abstrich lässt sich eine beginnende Tumorerkrankung so rechtzeitig erkennen, dass nahezu hundertprozentige Heilungschancen bestehen.
Ein natürliches Mittel gegen Schmerzen ist Bewegung. Regelmäßiger Ausdauersport wirkt vor allem bei Kopfschmerzen sehr gut. Aufgrund der körperlichen Betätigung werden Botenstoffe ausgeschüttet, die die Schmerzwahrnehmung vermindern und die Stimmung verbessern. Auch bei Rückenbeschwerden ist es besonders wichtig, in Bewegung zu bleiben. Liegen bringt zwar zunächst Entlastung, doch längere Bettruhe schwächt die Muskeln - sie bieten der Wirbelsäule weniger Halt, deshalb nehmen die Schmerzen eher zu als ab. Sind die Schmerzen bei Bewegungen zu stark, müssen Sie zum Arzt.
Ergänzend zur schulmedizinischen Therapie können verschiedene Methoden helfen, um chronische Schmerzen zu lindern:
Regelmäßige Entspannung beugt Kreuzbeschwerden und Kopfschmerzen vor. Nutzen Sie die kostenlosen IKKimpuls-Angebote, z.B. zu Bewegung und Stressbewältigung.
Weitere Infos rund um das Thema Frauengesundheit finden Sie auf den Internetseiten der Bundeszentrale für gesundheit- liche Aufklärung unter
www.frauengesundheitsportal.de
Das Bundesministerium für Gesundheit bieten Ihnen ebenso zahlreiche Tipps zum Thema Frauen und Gesundheit.
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