Mit PECH gegen Sportverletzungen

Der Ball rollt auch nach der Fußballweltmeisterschaft weiter. Doch nicht nur die Fußballprofis sind weiterhin heiß aufs Toreschießen, auch Amateure treten begeistert den Ball.


Dabei geht ein Spiel nicht immer für alle Beteiligten gut aus. Gerade beim Fußball ist die Verletzungsgefahr groß. Was also tun, wenn es zu Zerrungen, Prellungen oder gar Wunden kommt?

 

 

 

 

Inhalt

Typische Verletzungen beim Fußball

Bei einem Sturz nach einem Foul oder beim Zusammenstoß von Spielern während eines Zweikampfes kommt es schnell zu einer Prellung mit Schwellung und Bluterguss. Weiches Gewebe wird dabei so stark zusammengedrückt, dass Gefäße beschädigt werden. Lymphflüssigkeit und Blut gelangen in umliegendes Gewebe.

Muskelzerrungen gehören ebenfalls zu den häufigen Verletzungen. Durch heftige, ruckartige Bewegungen werden Muskeln überdehnt, was sich durch einen plötzlich stechenden Schmerz bemerkbar macht. Zerrungen können sich zum Muskelfaserriss ausweiten, sichtbar an einer Delle im Muskel, begleitet von Schwellung und Bluterguss.

Knicken Fußballspieler um, kommt es schnell zu einer Verstauchung. Dabei verschieben sich Gelenkflächen kurzzeitig über das normale Maß hinaus gegeneinander, sodass Kapseln und Bänder überdehnt werden. Zerreißen Bänder, handelt es sich um einen Bänderriss. Bei Kickern häufig betroffen sind Knie und Sprunggelenk.

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Soforthilfe mit PECH

Werden Muskel- und Gelenkverletzungen sofort, das heißt noch auf dem Fußballplatz, nach der PECH-Regel behandelt, können Schmerzen gelindert und Schwellungen und Entzündungsreaktionen verringert werden. PECH bedeutet Pause, Eis, Compression und Hochlagerung. Meist zwingt schon der Schmerz dazu, das Spiel zu beenden. Mit Kühlkompressen aus dem Gefrierfach, die zur Vermeidung von Kälteschäden immer in ein Tuch eingewickelt werden sollen, kann die betroffene Körperstelle gekühlt werden.

Tipp: Für unterwegs eignen sich auch Kältekissen. Per Handdruck lösen sich im Inneren des Kissens Salze, wodurch es zu einer Abkühlung kommt.
Eissprays alleine eignen sich nicht, da damit die empfohlene Kühlzeit von mindestens 20 Minuten mehrmals über 2-3 Stunden hinweg nicht erreicht wird. Die Gefahr von Kälteschäden ist zudem groß.

Mit einer elastischen Binde sollte anschließend das verletzte Körperteil ein bis zwei Tage lang so oft wie möglich hochgelagert werden. Bei starken Schwellungen, ausgedehnten Blutergüssen und erheblichen Druck- und Bewegungsschmerzen ist der Gang zum Arzt unausweichlich.

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Wunden richtig behandeln

Platz- oder Schürfwunden sind auch bei Kickern keine Seltenheit. Kleine Wunden können meist ohne ärztliche Hilfe versorgt werden. Größere Wunden und bedrohliche Blutungen müssen nach der Erstversorgung ärztlich untersucht werden.

Das sollten Sie bei der Wundversorgung beachten:

  • Berühren Sie die Wunden nicht. Vermeiden Sie Blutkontakt und tragen Sie zum Schutz vor möglichen Infektionen Einmalhandschuhe.
  • Stark verschmutzte Schürfwunden können mit physiologischer Kochsalzlösung oder – falls diese nicht zur Verfügung steht – mit destilliertem Wasser oder frischem Leitungswasser gereinigt werden. Dafür einen Schwamm mit der Flüssigkeit tränken und diesen oberhalb der Wunde auspressen, sodass die Flüssigkeit über die Wunde läuft und Schmutzpartikel ausgeschwemmt werden. Nicht so stark verschmutzte Wunden müssen nicht extra gereinigt werden.
  • Behandeln Sie Wunden nicht mit Mehl, Öl, Puder oder mit nicht speziell für die Wundversorgung vorgesehenen Salben oder Sprays. Dies erschwert die ärztliche Untersuchung und gegebenenfalls den Heilungsprozess.
  • Lassen Sie festsitzende Fremdkörper stecken. Kleinere, locker sitzende Fremdkörper können mit einer Pinzette entfernt werden.
  • Schützen Sie jede Wunde durch einen geeigneten Verband. Für kleinere Verletzungen mit nur geringer Blutung (wie bei Schürfwunden) reicht meist ein Pflaster aus. Großflächigere Hautverletzungen müssen mit einer keimfreien Wundauflage bedeckt werden. Starke Blutungen werden mit einem Druckverband gestillt.

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