Ob im Freundeskreis, alleine, mit der Familie, in den Bergen oder im Flachland: Wandern können Sie überall, zu jeder Jahreszeit und immer Ihrer persönlichen Fitness entsprechend.

Beim Wandern bestimmen Sie ganz individuell Strecke, Tempo und Dauer Ihrer sportlichen Betätigung und genießen dabei die Ruhe und Erholung in der Natur. Wandern ist gerade im Winter attraktiv, denn die kalten Temperaturen machen das Gehen sogar besonders angenehm.
Wandern muss nicht gelernt werden. Doch auch wenn es keiner Technik bedarf, das lange Gehen und die leichte Ausdauerbelastung können für Untrainierte ungewohnt sein. Deshalb sollten Einsteiger mit einer kurzen, eher ebenen Strecke beginnen und sich bei der ersten Tour nicht überfordern. Dabei ist vor allem die Dauer der Wanderung für den Anfänger entscheidend. Eine nützliche Orientierung, ob Sie die optimale persönliche Laufgeschwindigkeit erreicht haben, bietet Ihnen Ihr eigener Körper: Ist das richtige Tempo gefunden, kommt der Kreislauf in Schwung, Arme und Beine werden gut durchblutet und eine wohlige Wärme entsteht - auch im Winter! Wenn Sie zu schnell gehen, merken Sie es an Ihrer Atmung. Wird sie zu stark und ist ein lockeres Sprechen nicht mehr möglich, sollten Sie langsamer gehen.
Wenn Sie geübt sind, können Sie bei einer mäßigen Belastung zwei bis sechs Stunden am Tag wandern, ohne dass eine Erschöpfung entsteht. Planen Sie keine Touren, die länger als sechs Stunden dauern. Bei Wanderungen über drei Stunden sollten Sie außerdem Zeit für eine Pause einplanen. Wichtig: Bereiten Sie Ihre Wanderung vor, informieren Sie sich anhand von Kartenmaterial über die geplante Strecke und fragen Sie bei anspruchsvollen Touren Gebietskenner oder den örtlichen Wanderverein nach Wetter- und Sicherheitshinweisen.
Wandern stärkt Ihr Herz-Kreislauf-System und steigert Ihre Ausdauer. Herz, Kreislauf und Atmung werden mobilisiert, und das bei einer geringen körperlichen Anstrengung. Die ständige, leichte Beanspruchung des Knochenbaus beim Wandern kräftigt die Knochen und wirkt vorbeugend gegen Osteoporose. Auch auf Rückenbeschwerden hat Wandern einen günstigen Einfluss: Die gleichmäßige körperliche Aktivität wirkt stabilisierend auf die Rückgrat-Muskulatur. Wer Vorerkrankungen hat, stark übergewichtig ist oder unter Bluthochdruck leidet, sollte sich vor der ersten Tour sicherheitshalber von einem Arzt beraten lassen.
Auf Wanderungen bis zu drei Stunden kann Ihr Körper normalerweise mit etwas frischem Obst plus ausreichendem Trinken auskommen - natürlich ungesüßte Getränke wie beispielsweise Wasser oder Früchtetee. Am besten Sie warten mit dem Snack ab, bis der Hunger sich tatsächlich meldet. Für eine Wanderung über mehr als drei Stunden sollten Sie eine Brotzeit mitnehmen mit wenig Fett und gemischten Kohlehydraten wie es z.B. ein Mix aus fettarmem Käse, Vollkornbrot, Obst und Rohkost bietet.
Gerade im Herbst und Winter sollten Sie zu Ihrer Sicherheit und Ihrem Komfort auf eine angemessene Ausrüstung achten.
Achtung: Bei sehr niedrigen Temperaturen (ab minus 15 Grad) kann Wandern gefährlich werden. Trotz der Bewegung kann es dann bei längeren Aufenthalten im Freien zu Erfrierungen z.B. der Ohren kommen. Auch mit der besten Ausrüstung muss bei minus 20 Grad auf jeden Fall Schluss sein.
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