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Inneres Gleichgewicht finden

Stress schlägt sich schnell auf Körper und Seele nieder. Damit es gar nicht soweit kommt, bieten verschiedene Methoden Entspannung und die Möglichkeit mal richtig abzuschalten.


Wer eine Entspannungsmethode, wie z.B. Yoga, Tai Chi oder Autogenes Training anwendet, kann damit gezielt innere Blockaden lösen. Sie sind oft die Ursache für Verspannungen sowie Kopf- und Rückenschmerzen. Sie sollten die Entspannungstechnik regelmäßig anwenden. Nur so können sie einen Weg zu mehr Ausgeglichenheit und innerer Balance finden. Die bekanntesten Techniken stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Inhalt

Yoga - der indische Klassiker

  • Beschreibung: Yoga ist seit den 70er Jahren in Deutschland populär. Die Wurzeln liegen in Indien. Wörtlich bezeichnet "Yoga" das Anschirren von Zugtieren vor einen Wagen - im übertragenen Sinn steht es für die Einheit von Körper, Geist und Seele. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Arten von Yoga: z.B. das spirituell-meditative Yoga oder das körperbetonte Hatha-Yoga. Die verschiedenen Übungen im Sitzen, Liegen oder Stehen finden auf einer rutschfesten Matte statt.

  • Wirkungen: Yoga verhilft zu völliger Entspannung. Dadurch kann die Lebensenergie ungehindert durch den Körper fließen. Verspannungen und Zerrungen werden abgebaut, der Bewegungsapparat gestärkt. Besonders bei Rückenproblemen zeigt Yoga gute Erfolge. Auch mentale Fähigkeiten wie Konzentrationsfähigkeit und Kreativität verbessern sich.

  • Für wen ist es sinnvoll? Yoga kann etwa ab dem zehnten Lebensjahr erlernt werden. Menschen mit großen Bewegungseinschränkungen sollten von sehr körperbetonten Varianten des Yoga eher Abstand nehmen. Sie möchten Yoga erlernen? Dann sollten Sie generell bereit sein, vor allem Zeit zu investieren, um sich mit der komplexen Lehre auseinanderzusetzen.

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Tai Chi - Schattenboxen mit Entspannungseffekt

  • Beschreibung: Tai Chi ("Schattenboxen") ist eine traditionelle chinesische Bewegungskunst, die sich durch langsame, fließende Bewegungen auszeichnet. Der meditative Charakter soll zum Abbau von Spannungen beitragen. Der Mittelpunkt der Übungen ist ein festgelegter Ablauf aufeinander folgender Bewegungen. Man spricht hier von "Formen", die wiederum mitunter aus über 100 "Bildern" bestehen können und bis zu maximal eineinhalb Stunden dauern. Die "Form" wird aufrecht mit beiden Füßen auf dem Boden stehend ausgeführt. Es gibt auch Partnerübungen, bei denen sich zwei Trainierende gegenüberstehen und an den Händen berühren.

  • Wirkungen: Tai Chi zielt vor allem auf die Dehnung und Streckung der Wirbelsäule ab. Muskeln und Sehnen werden gleichmäßig und sanft beansprucht. Haltungsfehler werden vermindert, das Gleichgewicht geschult. Unterstützt von der richtigen Atemtechnik sorgt das Training für Entspannung und bessere Konzentration.

  • Für wen ist es sinnvoll? Tai Chi kann von Menschen aller Altersgruppen, besonders bei Rückenproblemen, ausgeübt werden. Es ist auch für Ältere empfehlenswert, da es die Beweglichkeit verbessert und auf sportliche Extreme verzichtet.

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Qi Gong - mit alter Körperkunst zu neuer Kraft

  • Beschreibung: Qi Gong ist in China seit 5.000 Jahren bekannt. Es bedeutet soviel wie "bewusstes Lenken der Lebensenergie". Es umfasst Bewegungs- und Atemübungen, die dem Körper Kraft und Vitalität zurückgeben sollen. Der Grundgedanke: Menschen werden krank und schwach, sobald ihre Lebensenergie nicht frei durch die Energiekanäle (Meridiane) des Körpers fließen kann. In einer Grundübung des Qi Gong, dem "Spiel der fünf Tiere", werden typische Bewegungsmuster von Tiger, Hirsch, Bär, Affe und Vogel nachgeahmt, die jeweils einem Meridian zugeordnet sind. Die Übungen sind vor allem auf Atmung, Körperhaltung, Vorstellungskraft abgestimmt und können im Liegen, Sitzen und Stehen durchgeführt werden.

  • Wirkungen: Qi Gong führt dazu, dass innere Blockaden gelöst werden. Es soll die Selbstheilungskraft aktivieren und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigern.

  • Für wen ist es sinnvoll? Qi Gong besteht aus ruhigen, fließenden Bewegungen und setzt keine Vorkenntnisse voraus. Daher eignet es sich für jedermann, auch für ältere Menschen oder chronisch Kranke.

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Autogenes Training – Stress ade

  • Beschreibung: Autogenes Training ist ein autosuggestives Verfahren, bei dem sich der Übende mit Hilfe einfacher Formeln ("mein rechter Arm ist schwer") in einen Entspannungszustand versetzt. Es wurde von dem Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz in den 20er Jahren entwickelt. Es gibt Ruhe-, Schwere- und Wärme-Übungen sowie spezielle für Atmung, Herz, Kopf und Sonnengeflecht (Körpermitte). Ausgeübt wird es im Liegen oder in der "Droschkenkutscherhaltung", das heißt vorn übergebeugt sitzend mit auf den Knien abgestützten Ellbogen. Autogenes Training sollte in einem Kurs unter Anleitung eines erfahrenen Trainers erlernt werden. Danach kann man es täglich zu Hause anwenden, am besten dreimal täglich für jeweils zwei bis fünf Minuten.

  • Wirkungen: Mit Hilfe des Autogenen Trainings kann das vegetative Nervensystem gezielt beeinflusst werden. So lassen sich Stressreaktionen verringern, Schlafstörungen beseitigen und Magen-Darm-Probleme lindern. Autogenes Training führt zu mehr Ausgeglichenheit und innerer Ruhe.

  • Für wen ist es sinnvoll? Autogenes Training ist hilfreich für Menschen aller Altersgruppen, die an Nervosität oder unter Stress leiden.

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Progressive Muskelentspannung - Druck loslassen

  • Beschreibung: Progressive Muskelentspannung ist eine Methode, bei der durch willkürliches Anspannen und Loslassen einzelner Muskelgruppen der gesamte Körper in einen entspannten Zustand gebracht wird. Man legt sich dazu am Besten flach auf den Boden und schließt die Augen. Beginnend bei der rechten Hand werden nacheinander die Muskeln aller Körperregionen für jeweils fünf bis sieben Sekunden angespannt, danach für 20 bis 30 Sekunden gelockert. Schmerzende Muskeln sollten ausgespart werden!

  • Wirkungen: Der Wechsel zwischen Halten und Loslassen führt dazu, dass die Muskelspannung während eines Übungsablaufs unter das normale Niveau sinkt. Die Durchblutung verbessert sich, die Atmung wird tiefer, der Übende fühlt sich ruhig und entspannt. Bei Bluthochdruck, Schlafstörungen und Stress kann man mit dieser Entspannungstechnik gute Erfolge erzielen.

  • Für wen ist es sinnvoll? Die Progressive Muskelentspannung ist leicht erlernbar und für jedermann geeignet.

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Techniken erlernen

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