Individuelle Gesundheitsleistungen

Der Markt der Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) boomt. Rund 1,5 Milliarden Euro geben die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen jährlich für diese Leistungen aus. Rund jedem vierten Patienten wird bei einem Arztbesuch eine IGeL angeboten.


Der IGeL-Markt ist derzeit mehr als ungeregelt. Qualitätsstandards und Vergütungsrichtlinien existieren hier nicht. Von Ärzten wird der Verkauf dieser Leistungen gern genutzt. Doch in weniger als der Hälfte der erbrachten Leistungen gab es bisher eine schriftliche Vereinbarung. Deshalb wird eine 24-stündige Einwilligungsfrist für eine IGeL-Leistung seitens des Patienten, eine schriftliche Vereinbarung und ein aufklärendes Gespräch gefordert.

Inhalt

Was sind IGeL?

Individuelle Gesundheitsleistungen können unterschiedlich definiert werden: Im normalen Sprachgebrauch ist es üblich, IGeL als „Selbstzahlerleistungen“ zu bezeichnen, und damit alle Leistungen zu meinen, die ein Patient selbst zahlen muss. Diese Definition ergibt jedoch kein einheitliches Bild, weil nicht alle Krankenkassen die gleichen Leistungen übernehmen. Demnach sind unter IGeL alle Leistungen zu verstehen, die nicht zum festgeschriebenen Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören, wie etwa Atteste und Reiseimpfungen, oder Maßnahmen der Vorsorge und Früherkennung sowie Therapien von Krankheiten, welche vor dem Gesetz nicht „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“.

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Start des Internetportals „IgeL-Monitor“

Das neue Internetportal „IGeL-Monitor“ informiert über Nutzen und Schaden der Individuellen Gesundheitsleistungen und ist unter www.igel-monitor.de ab sofort zu erreichen. Es handelt sich um ein Angebot des Medizinischen Dienstes vom Spitzenverband Bund der Krankenkassen e.V. (MDS).

Was bietet der neue „IgeL-Monitor“?

  • IGeL werden für den Laien als auch für den Fachmann wissenschaftlich fundiert bewertet.
  • Das Fazit fasst diese Bewertung in fünf Kategorien zusammen: positiv, tendenziell positiv, unklar, tendenziell negativ und negativ.
  • Informationen darüber, welche Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen bei welchen körperlichen Beschwerden bereits übernommen werden, für die der Arzt die IGeL anbietet.
  • Preisspannen, zu der eine IGeL angeboten wird.
  • Antworten auf die Fragen: Wie kommen IGeL zustande? Wo können sie mir begegnen? Wie vermarkten die Ärzte diese Leistungen? Welche rechtlichen Fragen sind zu beachten? Wie soll ich mich verhalten?

» www.igel-monitor.de

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Unser Tipp

Lassen Sie sich auf keinen Fall zu einer Untersuchung drängen. Erbitten Sie Bedenkzeit. Diese Leistungen sind niemals dringend! Informieren Sie sich vor einer Entscheidung genau über Chancen und Risiken der Methode.

Weitere Infos zu IGeL

Ausführliche Informationen rund um die Individuellen Gesund- heitsleistungen finden Sie im Internet beim IGeL-Monitor.

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