Nierenerkrankungen

Dass Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck langfristig zu Nierenschäden führen können, ist seit geraumer Zeit bekannt. Wie es aber zu dem gefährlichen Eiweißverlust durch die Nieren kommt, war lange Zeit ein Rätsel.


Die Nieren erfüllen im Wesentlichen drei Aufgaben: Sie scheiden Giftstoffe aus, gleichen den Salzgehalt des Blutes aus und regulieren den Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Hierfür besitzt jede Niere über eine Million kleiner Filtereinheiten, die Nierenkörperchen. Damit bei der Filterung keine wertvollen Eiweißstoffe verloren gehen, besitzen die Nierenkörperchen Filtermembranen mit sehr feinen Poren. Durch sie gelangen nur geringe Mengen der kleinsten Eiweiße in den Urin. Bei einem schlecht eingestellten Diabetes können jedoch größere Löcher in den Nierenkörperchen entstehen, durch die dann auch größere Eiweiße verloren gehen.

Welche Bedeutung haben die einzelnen Filterelemente für die diabetische Nierenerkrankung? Die Öffnungen in den Nierenmembranen werden durch Abspaltung und Anbindung von Phosphor geöffnet und wieder geschlossen. Während beim Gesunden hierbei ein Gleichgewicht zwischen Öffnen und Schließen besteht, führen überhöhte Blutzuckerwerte und Bluthochdruck dazu, dass weniger Phosphor an die Membran der Nierenkörperchen gebunden wird und die Filtermembran löchrig wird. In jedem Fall sind ein gut eingestellter Blutzucker und die Vermeidung von Bluthochdruck der wichtigste Schutz vor diabetischen Nierenschäden.

Inhalt

"Gutes" Cholesterin schützt die Nieren

Höhere Konzentrationen des "guten" HDL-Cholesterins vermindern bei Menschen mit Typ-1-Diabetes offenbar das Risiko einer erhöhten Eiweißausscheidung im Urin (Albuminurie) - und damit auch das Risiko von diabetischen Nierenerkrankungen. Schon seit längerem ist bekannt, dass dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte die Eiweißausscheidung im Urin befördern. Doch nicht in jedem Fall können diese Einflussgrößen für die Entstehung von Nierenerkrankungen, wie der diabetischen Nephropathie, verantwortlich gemacht werden. Denn etwa ein Drittel der Menschen mit Typ-1-Diabetes entwickeln eine Nephropathie unabhängig vom Grad ihrer Blutzuckerkontrolle.

Nach oben

Erfolge der Diabetes-Therapie: Immer weniger Nierenversagen

Bei einem vollständigen Versagen der Nieren muss das Blut des Patienten außerhalb des Körpers in einem Dialysegerät gereinigt werden. Über das individuelle Risiko für Diabetiker "dialysepflichtig" zu werden, gab es bisher kaum gesicherte Erkenntnisse. Aus Daten von rund 20.000 Patienten, die seit 1965 im finnischen Diabetes-Register gesammelt wurden, konnten Wissenschaftler ablesen, dass 20 Jahre nach Beginn der Erkrankung durchschnittlich 2 Prozent und nach 30 Jahren etwa 8 Prozent der Typ-1-Diabetiker zur Dialyse müssen. Das Risiko zu sterben ist für Dialysepflichtige zudem etwa 13-mal größer als bei anderen Patienten mit Typ-1-Diabetes.

Auch wenn diese Zahlen immer noch alarmierend sind, so hat sich die Situation aber in den vergangenen Jahren dramatisch verbessert: Im Vergleich zur Mitte der 1960er Jahre verringerte sich zwischen 1980 und 1999 die Rate der Neuerkrankungen beim vollständigen Nierenversagen um mehr als die Hälfte. Die Forscher führen dies auf Fortschritte in der Behandlung zurück, so etwa auf die Einführung der intensivierten Insulintherapie und der Blutzuckerselbstkontrolle.

Nach oben

Interessante Links im Web

Internetportal der Initiative diabetes-world
» www.diabetes-world.net

Infomedikk

Sie haben eine medizinische Frage? Unser Team berät Sie täglich von 7-22 Uhr unter 0180 2 455726 (6 Cent/Anruf, Mobilfunk max. 42 Cent/Minute).
» weitere Informationen

Terminservice

Lange Wartezeiten auf einen Arzttermin? Nutzen Sie unsere Arzttermin-Hotline unter 0180 2 241515 (6 Cent/Anruf, Mobilfunk max. 42 Cent/Minute).
» weitere Informationen

Kontakt

Rund um die Uhr zum Nulltarif!

0800 8579840

» Kontaktformular
» CallBack-Service

Mitglied werden

Profitieren Sie von unserem Leistungs- und Servicepaket!
» Gute Gründe
» Online-Antrag ausfüllen

IKK vor Ort

Wir beraten Sie vor Ort in einer unserer 39 Geschäftsstellen.

/Ort (km)

WebCenter

Erledigen Sie Geschäfte bequem online in unserer Internetfiliale und sparen Sie so Zeit!
» weitere Informationen
Sie sind noch nicht angemeldet?
» Zur Registrierung
Sie sind bereits registriert?
» Zum Login

Newsletter

Unsere Gesundheitstipps finden Sie im Gesundheitsnewsletter!
» So funktioniert's
Sie möchten das Gesundheits- telegramm online lesen?
» Jetzt registrieren
Oder nutzen Sie unseren
» Vorsorgenewsletter