Tipps

Mit der optimalen Behandlung können Diabetiker heute trotz ihrer schwerwiegenden Erkrankung ein weitgehend normales Leben führen.


Bestimmung der Broteinheiten

Wichtig ist vor allem die richtige Einstellung - nicht nur des Blutzuckers. Wer sich mit seinem Diabetes auseinandersetzt und ihn akzeptiert, kann aktiv Einfluss nehmen und gewinnt an Lebensqualität! Und je genauer sich die behandelnden Mediziner über den Krankheitsverlauf austauschen, desto besser können sie helfen. Damit Sie optimal versorgt werden, hat die IKK gesund plus Disease-Management-Programme für Patienten mit chronischen Krankheiten wie Diabetes entwickelt.

Inhalt

Ausgewogen ernähren

Mit einer ausgewogenen Ernährung und mehr Bewegung können Risikopatienten nicht nur das Ausbrechen eines Diabetes Typ 2 verhindern, einmal daran Erkrankte bekommen ihre Stoffwechselstörung damit auch besser in den Griff. Von starren Ernährungsregeln und dem Zählen von Broteinheiten (BE) halten Experten heute nichts mehr.

Das sollten Sie jedoch beachten:

  • Essen Sie weniger tierische Fette aus Fleisch, Wurst, Butter, Eiern, Sahne und fettem Gebäck. Greifen Sie stattdessen zu mehr pflanzlichen Fetten mit einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Olivenöl, Rapsöl). Aber ernähren Sie sich insgesamt fettarm - maximal 30 Prozent der täglich aufgenommenen Kalorien sollten aus Fett stammen!
  • Komplexe Kohlenhydrate sollten die Hälfte der Nahrung ausmachen: Essen Sie reichlich Vollkornprodukte, Salat, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte.
  • Verzehren Sie Fleisch nur in Maßen. Fisch kann hingegen häufig auf den Tisch kommen.
  • Ein absolutes Verbot für Haushaltszucker gilt heute nicht mehr. Mehr als 30 bis maximal 50 Gramm pro Tag sollten es aber nicht sein. Außerdem sollten Sie den Zucker nicht pur, sondern kombiniert mit anderen Nährstoffen zu sich nehmen, zum Beispiel in Süßspeisen wie Milchreis.  Auch kalorienfreier Süßstoff ist zum Süßen gut geeignet.
  • Spezielle Diabetikerprodukte sind bei einer ausgewogenen Ernährung überflüssig.

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Mehr Bewegung

Übergewicht ist ein Risikofaktor für den Ausbruch einer Typ-2-Diabetes. Aber auch bei einer bestehenden Erkrankung ist eine der wichtigsten Therapieempfehlungen: Überflüssige Pfunde loswerden und sich ausgewogen und fettarm ernähren. Die Gewichtsreduktion unterstützen Sie am besten mit Bewegung.
Auch Vielbeschäftigte können ihren Alltag ohne ein strammes Training aktiver gestalten und damit abnehmen. Hier einige Tipps für Ihren Alltag:

  • Fahren Sie öfter mit dem Fahrrad anstelle des Autos.
  • Erledigen Sie kürzere Wege zu Fuß statt mit dem Auto.
  • Schlagen Sie bei Fußwegen ein strammeres Tempo an.
  • Nehmen Sie die Treppe anstelle von Rolltreppe oder Aufzug.
  • Machen Sie jeden Tag fünf bis zehn Minuten Gymnastik, z. B. morgens vor dem Duschen.
  • Gehen Sie in der Mittagspause einmal um den Block.
  • Bei sitzenden Tätigkeiten: Legen Sie zwischendurch immer mal wieder ein paar Gymnastikübungen ein.
  • Kaufen Sie sich einen Hometrainer: Dann können Sie beim Fernsehen gleichzeitig radeln.
  • Laut einer amerikanischen Studie motivieren Schrittzähler zu mehr Bewegung. Die gesteigerte körperliche Aktivität verringert zudem den BMI-Wert den systolischen Blutdruck. Also probieren Sie es aus.

Bevor Sie ein sportliches Training beginnen, sollten Sie aber unbedingt mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

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Hilfe mit Gymnasik & Tai Chi

Für manch ältere und stark übergewichtige Diabetiker sind Ausdauersportarten wie Jogging oder Walking schwer zu betreiben, vor allem dann, wenn es an Muskelkraft und Beweglichkeit mangelt. Auf körperliche Aktivitäten müssen und sollten die Betroffenen dennoch nicht verzichten.
Ältere und übergewichtige Menschen mit Typ-2-Diabetes können auch von einfachen gymnastischen Übungen oder dem fernöstlichen Tai Chi (meditatives Schattenboxen) profitieren.

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Auf die Füße achten

Mit diesen Symptomen kann sich der diabetische Fuß bemerkbar mache

  • Taubheitsgefühl, Brennen, Kribbeln in Zehen und Füßen
  • ein Gefühl, wie auf Watte zu laufen
  • ein Gefühl, kalte Füße zu haben, obwohl sie warm sind
  • Schmerzen bei Ruhe, besonders nachts
  • vermindertes oder gar kein Schmerzempfinden
  • vermindertes Temperaturempfinden.

Kalte Füße, eine dünne, bläulich-blasse und pergamentartige Haut und Wadenschmerzen bzw. -krämpfe beim Gehen, die beim Stehenbleiben abklingen, können ebenfalls Warnzeichen sein. Nehmen Sie jede Veränderung ernst und sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber! Mit einer regelmäßigen und aufmerksamen Fußpflege können Sie Verletzungen vermeiden und Schädigungen der Füße vorbeugen. So sollten Sie Ihre Füße pflegen:

  • Machen Sie 2- bis 3-mal pro Woche ein Fußbad (max. 3 Minuten) ohne alkoholische Zusätze.
  • Waschen Sie Ihre Füße nur mit seifenfreien Waschlotionen und trocknen Sie diese danach auch zwischen den Zehen immer gründlich ab. Anschließend eincremen!
  • Überprüfen Sie Füße und Fußsohlen täglich mit Hilfe eines Handspiegels: Achten Sie auf Druckstellen, Entzündungen, Verletzungen.
  • Bearbeiten Sie die Füße nicht mit Scheren oder Hornhautfeilen bzw. -raspeln (Verletzungsgefahr!), feilen Sie die Nägel gerade, statt sie zu schneiden.
  • Tragen Sie nur weite, bequeme Schuhe. Laufen Sie nie barfuß!

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Interessante Links im Web

Internetportal der Initiative diabetes-world
» www.diabetes-world.net

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