Gesunde Ernährung und viel Bewegung - so lauteten die vordringlichsten Empfehlungen.
Wissenschaftler und Mediziner sind sich heute darin einig, dass Lebensstiländerungen bei der Bekämpfung des Bluthochdrucks ebenso wichtig sind wie Medikamente. So empfehlen die Experten für die Ernährung einen Speiseplan, der vorwiegend Obst und Gemüse, fettarme Milchprodukte, Vollkornprodukte und mageres Fleisch enthält. Der Fettanteil der Nahrung sollte niedrig sein und sich vornehmlich aus Fetten mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren (z.B. pflanzliche Öle) zusammensetzen. Gleichzeitig sollten Kochsalz, Zucker und tierische Fette nur sparsam verwendet werden. In Absprache mit dem Arzt können sportliche Aktivitäten wie Walking, Radfahren oder Schwimmen nicht nur den Blutdruck, sondern auch das Wohlbefinden verbessern.
Das eigene Verhalten nach einem Herzinfarkt ist entscheidend für das eigene Wohlbefinden. Ärzte geben daher Ihren Patienten detaillierte Empfehlungen zur Einnahme von Medikamenten und zur Gestaltung eines gesünderen Lebensstils. Disziplin ist hier besonders wichtig und das langfristig gesehen.
Eine Studie zum Gesundheitsverhalten nach einem Herzinfarkt zeigte, dass die große Mehrheit der Patienten in Bezug uaf die Medikamenteneinnahme und den Rauchverzicht die Empfehlungen Ihrer Ärzte befolgten. Weniger diszipliniert sind die Patienten bei der Reduzierung des Gewichtes und der regelmäßigen Durchführung eines Trainings. Es sollten also viel mehr Patienten ein wenig Ausdauersport betreiben und auf regelmäßige Bewegung achten.
Wer sich ausgewogen und gesund ernährt, mindert gleich mehrere Risiken fürs Herz: Übergewicht verringert sich langsam und dauerhaft und dabei sinkt der Blutdruck, also auch das Risiko an einer Zuckerkrankheit (Diabetes) oder Arteriosklerose zu erkranken.
Was genau gehört auf den Speiseplan?
Wer schwarzen Tee in Maßen trinkt, kann damit Gutes für seine Gesundheit tun. Denn die Inhaltsstoffe des Tees wirken entspannend und erweiternd auf die Blutgefäße.
Diese positiven Effekte auf Herz und Kreislauf bleiben allerdings aus, wenn dem Tee Milch zugesetzt wird. Zu dieser Erkenntnis kam eine aktuelle Studie. Teetrinker sollten lieber auf den Schuss Milch im Tee verzichten. Für ihre Studie hatten die Forscher Testpersonen schwarzen Tee mit oder ohne einen Zusatz von zehn Prozent Milch verabreicht. Vor und nach dem Trinken wurden am Unterarm Ultraschallmessungen durchgeführt. Sie zeigten, dass der Genuss von Tee ohne Milch die Arterien kräftig erweiterte. Tranken die Teilnehmer dagegen Tee mit Milch, blieb dieser Effekt komplett aus.
Die Ursache für die unterschiedliche Wirkung von Tee mit und ohne Milch liegt in dem Milcheiweiß Kasein. Es könnte das im Tee enthaltene Katechin daran hindern, seine entzündungshemmende und gefäßerweiternde Wirkung zu entfalten. Vielleicht liegt darin auch eine der Ursachen, warum in Asien Herzerkrankungen seltener auftreten. Denn dort wird, anders als in England, der Tee nur ohne Milch getrunken.
Körperliche Aktivität schützt das Herz und verlängert das Leben. Tatsächlich ist die koronare Herzkrankheit die eigentliche Hauptursache dafür, dass in Deutschland etwa 100.000 Menschen im Jahr am plötzlichen Herztod sterben. Beim Sport kommt er dagegen extrem selten vor und das Risiko wäre in vielen Fällen auch durch Voruntersuchungen zu erkennen gewesen.
Wer bereits an einer koronaren Herzkrankheit leidet, muss vor der Aufnahme seiner sportlichen Aktivitäten selbstverständlich die Grenzen seiner Belastbarkeit vom Arzt ermitteln lassen. Sollten anschließend beim Sport oder danach Beschwerden auftreten, sind auch diese ärztlich abzuklären. Besonders ist auf Warnzeichen wie Luftnot und Brustschmerzen, die unter Belastung, Kälte oder Stress auftreten, auf Schwindel oder Ohnmachtsanfälle, Herzstolpern oder Herzrasen zu achten.
Auch wenn der Puls in Ruhe grundlos ansteigt oder bei körperlicher Belastung ungewöhnlich hochgeht, bedarf dies einer Abklärung durch den Arzt. Darüber hinaus sollten Infekte jeglicher Art immer zu einer Sportpause führen. Generell gilt, dass sportliche Aktivitäten immer "wohl dosiert" und nicht übertrieben erfolgen sollten. Besprechen Sie daher regelmäßig mit Ihrem Arzt, ob und wie Sie ihre körperliche Aktivität gestalten können.
Wer höhere Anteile des "guten" HDL-Cholesterins besitzt, leidet später offenbar seltener an gefährlichen Herzerkrankungen und Schlaganfall. Darauf deuten die Ergebnisse einer Studie an 7.000 Patienten hin. Umgekehrt scheinen geringere HDL-Konzentrationen auf ein erhöhtes Herzrisiko hinzuweisen.
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