Magdeburg, 27.06.2008
Die Hiobsbotschaften um die Kosten im Gesundheitssystem reißen nicht ab. Der Gesundheitsfonds ist beschlossen - ein einheitlicher Beitragssatz ab 1. Januar 2009 wird dadurch für eine Vielzahl gesetzlich Versicherter eine deutlich stärkere finanzielle Belastung zur Folge haben. Zudem folgen nun die Bekenntnisse vieler gesetzlicher Krankenkassen, kurzfristig ihren Beitragssatz zum 1. Juli 2008 anheben zu müssen. Nach Meldungen des Bundesversicherungsamtes steigt damit der durchschnittliche Beitragssatz sogar auf über 15 Prozent.
Um so zufriedener nahm der Verwaltungsrat der IKK gesund plus das Finanzergebnis der gestrigen Sitzung in Magdeburg zur Kenntnis. Die IKK gesund plus wird, entgegen dem derzeitigen Trend, ihren günstigen Beitragsatz von 12,9 Prozent 2008 beibehalten. "Die Kosten im Gesundheitssektor werden immer drastischer zu Lasten der Arbeitgeber und Versicherten ausgetragen. Wir sind froh, unserer Mitgliedergemeinschaft bis zur Einführung des einheitlichen Beitragssatzes weiterhin einen weit unter dem Bundesdurchschnitt liegenden Beitragssatz anbieten zu können", betonte der Verwaltungsratsvorsitzende auf Arbeitgeberseite Peter Wadenbach. "Allerdings betrachten wir die Einführung des Gesundheitsfonds mit Sorge, da er auch für unsere Solidargemeinschaft eine finanzielle Belastung darstellt. Wir werden aber alles daran setzen, dass unsere seit Jahren solide Finanzpolitik auch unter neuen Rahmenbedingungen positive finanzielle sowie leistungsbezogene Auswirkungen für unsere Mitgliedergemeinschaft haben wird", ergänzte der Verwaltungsratsvorsitzende auf Versichertenseite Hans-Jürgen Müller. Laut Peter Wadenbach rechnet die Kasse sogar trotz steigender Kosten mit einem Einnahmeüberschuss für das Rechnungsjahr 2008.
Damit gibt die IKK gesund plus einen eindeutigen Kurs vor. Nachdem bekannt wurde, dass über 20 gesetzliche Krankenversicherer ihren Beitragssatz kurzfristig anheben werden, nimmt die Verunsicherung in der Bevölkerung wieder zu. Maßgebend für diese Erhöhungen seien die steigenden Ausgaben durch die Verbesserung der ärztlichen Vergütung, zunehmende Arzneimittel- sowie Krankenhauskosten. Experten gehen sogar davon aus, dass das übliche Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung weit höher ausfallen wird als in den letzten Jahren.
Pressesprecher
Gunnar Mollenhauer
Tel. 0391 2806-2002
Fax 0391 2806-6839
pressestelle@ikk-gesundplus.de
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