Humane Papilloma-Viren (HPV) sind häufig der Auslöser für Gebärmutterhalskrebs. Die IKK übernimmt für 12-17jährige Mädchen die Kosten für eine Impfung gegen die Viren.

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 6.500 Frauen an Gebärmutter-halskrebs. In den meisten Fällen wird der Krebs durch so genannte humane Papilloma-Viren (HPV) ausgelöst. Die neue Impfung gegen einige der HPV-Typen kann junge Mädchen, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, vor einer späteren Erkrankung schützen.
In den Zulassungsstudien wurde die HPV-Impfung bei über 25.000 Frauen getestet: bei keiner der Studienteilnehmerinnen wurden Anzeichen einer beginnenden Krebserkrankung festgestellt. Viele Experten gehen deshalb davon aus, dass sich die Zahl der Gebärmutterhalstumore zukünftig deutlich reduzieren lässt.
Jedoch entwickelt sich Gebärmutterhalskrebs langsam: Nach einer Infektion vergehen in der Regel mindestens 15, meistens sogar mehr als 20 Jahre, bis ein Tumor heranwächst. So lange liefen die klinischen Studien nicht. Wie effektiv die HPV-Impfung wirklich ist, wird sich also erst in zwei bis drei Jahrzehnten zeigen.
Schon heute steht fest, dass ein 100-prozentiger Schutz nicht möglich ist. Denn der Impfstoff wirkt nur gegen die zwei gefährlichsten Virustypen. Sie sind zusammen zwar für etwa 70 Prozent aller Gebärmutterhalstumore verantwortlich - aber gegen das restliche knappe Drittel ist zurzeit keine Immunisierung möglich.
Damit die HPV-Impfung vorbeugt, muss sie sehr früh erfolgen. Deshalb übernimmt die IKK gesund plus die Kosten der Impfung für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren.
Ein optimaler Schutz ist nur dann zu erwarten, wenn das Immunsystem noch nie zuvor Kontakt mit Papilloma-Viren hatte. Da die Viren beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, sollte eine HPV-Impfung also vor dem ersten Sex erfolgen. Erfolgt die Impfung danach, sinkt der Nutzen der Impfung erheblich.
Der verfügbare Impfstoff muss drei Mal injiziert werden, damit sich genügend Antikörper gegen Papilloma-Viren bilden. Die Spritze erfolgt jeweils in den Oberarm oder den oberen Bereich des Oberschenkels: Der Kinder- oder Frauenarzt gibt nach zwei Monaten die zweite und weitere vier Monate später die dritte Injektion.
Wichtig: Bitte lassen Sie sich im Vorfeld der Impfung ausführlich über die Vorteile, Risiken und Nebenwirkungen dieser Impfung von Ihrem Arzt aufklären.
Wichtig ist deshalb: Die Impfung kann die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs nicht ersetzen. Schon ab dem 20. Geburtstag sollten Frauen deshalb einmal jährlich zur kostenlosen Vorsorgeuntersuchung gehen. Durch einen Abstrich lässt sich eine beginnende Tumorerkrankung so rechtzeitig erkennen, dass nahezu hundertprozentige Heilungschancen bestehen.
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