Anpassungen beim Datenaustausch "Entgeltersatzleistungen"

Zur Berechnung und Zahlung von Entgeltersatzleistungen wie Kranken- oder Mutterschaftsgeld benötigen die Krankenkassen von den Arbeitgebern entsprechende Angaben zum Beschäftigungsverhältnis. Die Daten sind von den Arbeitgebern durch gesicherte und verschlüsselte Datenübertragung aus systemgeprüften Programmen oder mittels systemgeprüfter maschineller Ausfüllhilfen (z.B. sv.net) zu übermitteln. Dazu ist vom 1. Januar 2018 an, der Datensatz in der Fassung "Version 09" zu verwenden. Das gilt auch für Nachweiszeiträume vor dem 1. Januar 2018. Für eine Übergangszeit bis zum 31. März 2018 werden die Datenannahmestellen die Mitteilungen der Arbeitgeber, sowohl in den "Versionen 08 als auch 09", verarbeiten. Die neue Version 09 beinhaltet unter anderem:

  • einen neuen Abgabegrund "99" bei einem Wechsel der meldenden Stelle im Leistungsbezug,
  • den Beendigungsgrund "06" für das Ende des Mutterschaftsgeldes bei Vorliegen eines Verlängerungstatbestandes (zwölfwöchige Schutzfrist nach der Geburt),
  • die Mitteilung über die Aussteuerung ohne vorherige Anforderung des Arbeitgebers.

Außerdem enthält die ab 1. Januar 2018 gültige Version besondere Verwendungsregeln für die Anfrage von Vorerkrankungszeiten. Danach sind drei Bedingungen zu erfüllen. Eine Anfrage ist nur dann zulässig, wenn für die aktuelle Arbeitsunfähigkeit ein Nachweis vorliegt, in den letzten 6 Monaten vor Beginn der aktuellen Arbeitsunfähigkeit mindestens eine bescheinigte potenzielle Vorerkrankung in Bezug auf die aktuelle Arbeitsunfähigkeit besteht und die Zeiten der anzufragenden Arbeitsunfähigkeiten mit der aktuellen Arbeitsunfähigkeit zum Zeitpunkt der Meldung mindestens 30 Tage umfassen.