Studiengebühren beitragsfrei

Die vom Arbeitgeber getragenen oder übernommenen Studiengebühren für ein Studium des Arbeitnehmers sind nicht als Arbeitsentgelt zu werten, soweit sie steuerrechtlich kein Arbeitslohn sind. Mit dieser Regelung sind einerseits die Studiengebühren beitragsfrei gestellt, die der Arbeitgeber bei einem im dualen System durchgeführten Ausbildungsverhältnis zusätzlich zum laufenden Arbeitsentgelt aus eigener Verpflichtung gegenüber einer Bildungseinrichtung trägt. Andererseits sind auch Studiengebühren beitragsfrei, bei denen sich der Arbeitgeber arbeitsvertraglich gegenüber dem Arbeitnehmer zur Übernahme der Studiengebühren – ggf. vorbehaltlich einer mit dem Arbeitnehmer geschlossenen Rückzahlungsverpflichtung bei vorzeitigem Verlassen des Unternehmens – verpflichtet.

Wann besteht Steuerfreiheit?

Die Finanzverwaltung sieht die übernommenen Studiengebühren nicht als steuerpflichtigen Arbeitslohn an, sofern das Bildungsziel im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse liegt. Davon ist auszugehen, wenn der Arbeitnehmer in einem Ausbildungsdienstverhältnis steht, die Übernahme der Studiengebühren vertraglich geregelt ist und eine Rückzahlungsverpflichtung des Studierenden dokumentiert wurde, sofern er das Unternehmen auf eigenen Wunsch innerhalb von zwei Jahren nach Studienabschluss verlässt.

Eine Folgeänderung in der Beitragsverfahrensverordnung (BVV) verpflichtet die Arbeitgeber dazu, die Entscheidung der Finanzbehörde, wonach die vom Arbeitgeber getragenen oder übernommenen Gebühren für ein Studium des Beschäftigten steuerrechtlichkein Arbeitslohn sind, zu den Entgeltunterlagen zu nehmen.