Betriebliche Gesundheitsförderung

In der heutigen Zeit ist die Arbeit geprägt durch eine weitreichende Verknüpfung von Arbeitsprozessen, die durch die moderne Informations- und Kommunikationstechnik ermöglicht wird. Damit hat sich ein tiefgreifender Wandel in der Arbeitswelt vollzogen. Waren es früher vor allem Faktoren wie schwere körperliche Arbeit oder belastende Umgebungsfaktoren (Lärm, Schmutz, etc.), die den Menschen belastet haben, so treten heute auch häufiger unterschwellige Faktoren wie Flexibilität, permanenter Wandel, Erreichbarkeit und Termindruck in den Vordergrund. Geht man nun aber von einer geringeren körperlichen Belastung in der heutigen Arbeitswelt aus, ist dies ein Trugschluss. Denn mit der "Technisierung" der Arbeit geht auch eine Verminderung der Bewegung im Arbeitsalltag einher. Dieser Bewegungsmangel kann auf Dauer zu schwerwiegenden und teils auch chronischen Krankheiten führen.

Da jedoch nur ein gesunder Mensch – sowohl mental, als auch körperlich – ein wichtiges Gut für ein Unternehmen darstellt, setzt an dieser Stelle die betriebliche Gesundheitsförderung an. Dabei sind vor allem die gemeinsamen Anstrengungen zwischen dem Arbeitgeber, dem Arbeitnehmer und der Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz notwendig. Dies kann durch eine Verknüpfung folgender Ansätze erreicht werden:

Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen
Förderung einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung
Stärkung persönlicher Kompetenzen.

Um diese Ansätze zu erreichen, wird in der betrieblichen Gesundheitsförderung das Modell des "Public Health Action Cycle", also der Gesundheitspolitische Aktionszyklus durchlaufen. Dies ist von Bedeutung, um eine fortwährende, bedarfsbezogene Gesundheitsförderung zu etablieren.