DEÜV – Sondermeldung: Grund der Abgabe "54"

Bei Anwendung der Märzklausel ist ab 1. Januar 2016 immer eine Sondermeldung abzugeben!

Bis zum Jahr 2013 musste die Jahresmeldung spätestens zum 15.4. des Folgejahres abgegeben werden. Somit bestand genügend Zeit, Einmalzahlungen, die in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März gezahlt wurden, dem Vorjahr zuzuordnen und in der Jahresmeldung entsprechend zu berücksichtigen. Eine gesonderte Meldung der Einmalzahlung war meist nicht erforderlich. Seit 1. Januar 2014 gilt eine verkürzte Abgabefrist für Jahresmeldungen, die in der Folge zu vermehrten Sondermeldungen führte, denn diese muss von da an spätestens am 15.2. des Folgejahres übermittelt werden. Einmalzahlungen, die in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März gezahlt werden und durch die Märzklausel dem Vorjahr zuzuordnen sind, können deshalb oft nicht mehr der Jahresmeldung zugeschlagen werden, sondern sind daher gesondert zu melden. Das führte aber insbesondere bei rückwirkenden Korrekturen bereits abgebener Jahres- bzw. Sondermeldungen zu vermehrten Fragen und Irritationen bei den Arbeitgebern.

Mit dem 5. SGB IV-Änderungsgesetz hat der Gesetzgeber jetzt eine Klarstellung herbeigeführt. Ab dem 1. Januar 2016 spielt es keine Rolle, ob die Jahresmeldung bereits gemeldet wurde oder nicht. Sofern einmalig gezahltes Arbeitsentgelt durch Anwendung der Märzklausel dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum des Vorjahres zuzuordnen ist, muss eine Sondermeldung (Grund der Abgabe 54) erstattet werden.