Bestandsprüfungen bei DEÜV-Meldungen ab 1. Januar 2018

Ab dem 1. Januar 2018 werden DEÜV-Meldungen einer Bestandsprüfung unterzogen. Dabei werden nach Eingang der Meldung die übermittelten Daten mit dem Meldebestand bei der jeweiligen Krankenkasse inhaltlich abgeglichen. Ergeben sich Abweichungen, dürfen die Meldedaten nicht an die Rentenversicherung weiter geleitet werden. Seitens der Krankenkasse sind die festgestellten Abweichungen mit dem Arbeitgeber gemeinsam aufzuklären.
Dabei gilt auch weiterhin der Grundsatz, dass fehlerhafte Meldungen oder Meldungen, die nicht zu übermitteln waren, zu stornieren sind. Doch sind die Krankenkassen auch berechtigt, fehlerhafte Meldungen zu korrigieren. Das darf jedoch nur im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber geschehen. Wie die Abstimmung mit dem Arbeitgeber erfolgt, ist nicht festgelegt, dies kann schriftlich oder auch telefonisch erfolgen. Die so abgestimmten Meldedaten sind von der Krankenkasse einerseits an die Rentenversicherung und andererseits zusätzlich mit dem neuen Datenbaustein (DBBM) elektronisch an den Arbeitgeber zu übermitteln. Dem Arbeitgeber steht es frei, die so von den Krankenkassen übermittelten Daten in seinen Daten bestand zu übernehmen.

Das Bestandsprüfungsverfahren bezieht sich auf:

  • Anmeldungen
  • Jahresmeldungen
  • Unterbrechungsmeldungen
  • Abmeldungen
  • sonstige Meldungen sowie
  • die GKV-Monatsmeldung

Eine Korrektur kann dabei für eine ganze Reihe von Datenfeldern vorgenommen werden. So besteht die Möglichkeit der Veränderung des Meldezeitraums und des Arbeitsentgelts. Ferner können Veränderungen des Abgabegrunds, der Versicherungsnummer, Personengruppe, Staatsangehörigkeitsschlüssel, Angaben zur Tätigkeit, Rechtskreiskennzeichen, Beitragsgruppenschlüssel und der Kennzeichen für Gleitzone und Mehrfachbeschäftigung erfolgen.
Ausgenommen von den Bestandsprüfungen sind die Sofortmeldungen (Abgabegrund "20") und die UV-Jahresmeldungen (Abgabegrund "92"), weil derartige Meldungen nicht an die Krankenkassen übermittelt werden.