Grafik mit Virenmodellen und Menschen mit Mundschutzmasken im Vordergrund

Informationen zur Coronapandemie

Quarantäne für Mitarbeiter

Sind Mitarbeiter nach dem Infektionsschutzgesetz vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt, ergibt sich die Frage: Ist das Gehalt oder eine Entschädigung zu zahlen? Grundsätzlich hat der Arbeitnehmer Anspruch auf die Weiterzahlung des Entgelts, allerdings wird dieses in Arbeitsverträgen häufig ausgeschlossen. Besteht insofern keine Verpflichtung zur Entgeltfortzahlung, hat der Arbeitnehmer einen Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz. Der Arbeitgeber zahlt in diesem Fall das Nettoarbeitsentgelt in den ersten sechs Wochen weiter. Allerdings gilt das nicht in jedem Falle. So erhält z.B. keine Entschädigung, wer durch eine Schutzimpfung, die gesetzlich vorgeschrieben ist oder im Bereich des gewöhnlichen Aufenthaltsorts des Betroffenen öffentlich empfohlen wurde, ein Verbot in der Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit oder eine Absonderung hätte vermeiden können. Die obersten Landesbehörden erstatten auf Antrag die verauslagten Entschädigungsleistungen. Eine Erstattung im Wege des Umlageverfahrens nach dem AAG (U1) ist nicht möglich.
Stellt sich während der Quarantäne heraus, dass sich der Mitarbeiter infiziert hat, so erhält er aufgrund der vorliegenden Arbeitsunfähigkeit für längstens sechs Wochen Entgeltfortzahlung. Die bereits im Vorfeld geleistete Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz wird darauf nicht angerechnet.

Quarantäne von Kindern

Für Verdienstausfälle bei behördlicher Schließung von Schulen und Kitas besteht ein Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz. Dieser ist für erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern bis zum 12. Lebensjahr vorgesehen, wenn sie ihre Kinder aufgrund der Schließung selbst betreuen müssen und daher ihrer beruflichen Tätigkeit nicht nachgehen können. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen keine anderweitige zumutbare Betreuung (z.B. durch den anderen Elternteil oder die Notbetreuung in den Einrichtungen) realisieren können. Risikogruppen wie z.B. die Großeltern des Kindes müssen dazu nicht herangezogen werden. Ein Verdienstausfall besteht nicht, wenn es andere Möglichkeiten gibt, wie etwa der Abbau von Zeitguthaben oder Ansprüche auf Kurzarbeitergeld. Die Entschädigung in Höhe von 67 % des Nettoeinkommens wird bis zu zehn, bei Alleinerziehenden bis zu zwanzig Wochen gewährt und ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt. Die Auszahlung übernimmt der Arbeitgeber, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen kann. Die Regelung gilt rückwirkend ab 30. März 2020. Sie gilt jedoch nicht für Zeiten, in denen die Einrichtung wegen der Schul- oder Betriebsferien ohnehin geschlossen wäre, und ist, unabhängig von einer durch den Deutschen Bundestag festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite, bis zum Ablauf des 23. September 2022 befristet.

Unterstützung bei der Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge

Im Zuge der weiter andauernden Corona-Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Herausforderungen besteht für Unternehmen ein vereinfachtes Verfahren zur Stundung der Beiträge. Dieses Verfahren ist für die Beitragsmonate Februar, März, April  2022 an weitergehende Voraussetzungen und ein einheitlich gestaltetes Antragsformular geknüpft.

Wichtig: Arbeitgeber, die bereits in 2020 und 2021 einen vereinfachten pauschalen Stundungsantrag gestellt haben, benötigen auch in diesen Fällen einen erneuten Antrag. Eine automatische Fortführung der bisherigen Stundung ist nicht möglich.

Für die vereinfachte Stundung der Beiträge nutzen Sie bitte den im Folgenden bereitgestellten Antrag.

  Rundschreiben des GKV Spitzenverband

  Antrag auf Stundung

Sollten Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns bitte an.
Unser Firmenservice ist für Sie montags bis freitags von 8-18 Uhr erreichbar.

Kurzarbeit

Mit dem Ziel, Entlassungen von Mitarbeitern zu vermeiden, hat die Bundesregierung mit Wirkung vom 1. April 2022 die erweiterten Regelungen zum Kurzarbeitergeld bis zum 30. Juni 2022 erneut verlängert. Unter anderem wurde festgelegt:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden pauschal  zu 100 Prozent erstattet. Vom 1. Januar 2022 bis zum 31. März 2022 werden pauschal 50 Prozent erstattet. Ab dem 1. April 2022 werden die Sozialversicherungsbeiträge den Arbeitgebern weiter zur Hälfte erstattet, allerdings nur noch, wenn die Kurzarbeit mit Qualifizierung verbunden wird.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden (Minusstunden) wird befristet bis zum Jahresende verzichtet.
  • Sofern die Beschäftigung aufgrund der aktuellen Situation auf 50 Prozent oder weniger reduziert ist, erhöht sich das Kurzarbeitergeld unter bestimmten Voraussetzungen ab dem 4. Bezugsmonat auf 70 Prozent (bzw. 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem 7. Monat auf 80 Prozent (bzw. 87 Prozent).

Alle Informationen zur Beantragung und Gewährung von Kurzarbeitergeld hält die Bundesagentur im Internet bereit.

Daten & Fakten

Das Robert-Koch-Institut bietet Ihnen aktuelle weltweite Fallzahlen, die betroffenen Länder und Infos zu Risikogebieten.

Ansteckung vermeiden

Wichtige Tipps zur Vermeidung einer Ansteckung von Atemwegsinfektionen für Sie kurz zusammengefasst.

Firmenservice

Tel.:  0391 2806-3250
Fax:  0391 2806-3299
eMail: firmenservice@ikk-gesundplus.de

Webcode: 17101
Top