Entsendung ins Ausland

Elektronische A1-Bescheinigung bis 30. Juni 2019 optional

Werden Mitarbeiter für ihren Arbeitgeber im Ausland tätig, gelten unter bestimmten Voraussetzungen die deutschen Sozialversicherungsvorschriften weiter, die so genannte Ausstrahlung. Ob die Voraussetzungen dafür vorliegen, prüft der Arbeitgeber gegebenenfalls nach Rücksprache mit der zuständigen Krankenkasse. Handelt es sich z. B. um eine Entsendung in die EU-/EWR-Mitgliedsstaaten oder die Schweiz, stellt die Krankenkasse eine A1-Bescheinigung als Entsendebescheinigung aus.

Seit dem 1. Januar 2018 können Arbeitgeber Anträge auf Ausstellung von A1-Bescheingungen durch gesicherte und verschlüsselte Datenübertragung aus systemgeprüften Entgeltabrechnungsprogrammen oder mittels systemgeprüfter maschineller Ausfüllhilfe (z.B. sv.net) an die zuständige Krankenkasse übermitteln. Seit 1. Juli 2018 sind die von den Arbeitgebern elektronisch beantragten A1-Bescheinigungen dem- entsprechend von der zuständigen Krankenkasse auch elektronisch zur Verfügung zu stellen.
Zum 1. Januar 2019 sollte das elektronische Antrags- und Bescheinigungsverfahren A1 für die Arbeitgeber und die am Verfahren beteiligten Stellen verpflichtend sein und somit über den 31. Dezember 2018 hinaus auch keine Papieranträge mehr angenommen werden.
Jedoch hat sich gezeigt, dass bei Arbeitgebern und Softwareherstellern noch etwas Zeit benötigt wird. Daraufhin haben sich die Spitzenverbände der Sozialversicherung in ihrer Sitzung am 28. Juni 2018 für eine Verlängerung der bisher geltenden Ausnahmeregelung ausgesprochen.

Somit ist in begründeten Ausnahmefällen noch bis zum 30. Juni 2019 ein papiergebundener Antrag einer A1-Bescheinigung möglich. Nach wie vor gilt dabei zu beachten, dass kurzzeitige, und dazu gehören z. B. auch nur eintägige Einsätze im Ausland, dem Antrags- und Bescheinigungsverfahren unterliegen.