Gesamtsozialversicherungsbeitrag

Corona-Prämie bis 31. März 2022 steuer- und beitragsfrei

Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmern aufgrund der Corona-Krise Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro nach § 3 Nr. 11a EStG steuerfrei in Form von Zuschüssen und Sachbezügen gewähren.

Eingeführt mit dem Corona-Steuerhilfegesetz vom 19. Juni 2020, war die Auszahlung zunächst vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 befristet und somit auf das Jahr 2020 beschränkt. Die erste Verlängerung, nämlich bis zum 30. Juni 2021, erfolgte mit dem Jahressteuergesetz 2020. Zuletzt hat die Bundesregierung noch einmal ein Dreivierteljahr draufgelegt. Durch das Abzugsteuerentlastungsmodernisierungsgesetz vom 2. Juni 2021 besteht nunmehr Steuerfreiheit bis zum 31. März 2022. Dabei gilt es zu beachten: Im Zeitraum vom 1. März 2020 bis zum 31. März 2022 dürfen insgesamt maximal 1.500 Euro steuerfrei belassen werden.

Dieser maximale Steuerfreibetrag gilt für jedes Arbeitsverhältnis, so dass der Höchstbetrag von 1.500 Euro bei einem Wechsel des Arbeitgebers mehrmals in Anspruch genommen werden kann. Auch im Rahmen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung (450 Euro-Minijob) ist die Gewährung einer Corona-Prämie möglich; am Status der Versicherungsfreiheit ändert sich dadurch nichts. So kann ein Arbeitnehmer, der neben einer Hauptbeschäftigung noch einen geringfügig entlohnten Minijob ausübt, in beiden Beschäftigungsverhältnissen bis zu 1.500 Euro steuerfreie Corona-Sonderzahlung erhalten.

Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass diese Zuwendungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Insoweit sind diese Zuschüsse und Bonuszahlungen auch nicht dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt zuzurechnen und damit beitragsfrei. Corona-Prämien in Form von Entgeltumwandlungen führen nicht zur Steuer- und Beitragsfreiheit. Die Corona-Sonderzahlungen sind nicht auf bestimmte Branchen beschränkt, sondern können davon unabhängig gewährt werden. Allerdings soll ein Bezug zur Pandemie bestehen. Ein Zusammenhang kann sich z. B. aus einzelvertraglichen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder Erklärungen des Arbeitgebers ergeben; so werden individuelle Lohnabrechnungen oder auch Überweisungsbelege, die eine Corona-Sonderzahlung belegen, anerkannt. Ferner sind diese Zahlungen in die Entgeltabrechnung zu übernehmen, damit diese im Rahmen der Lohnsteueraußenprüfung nachgewiesen werden können. Dagegen erübrigt sich die Übernahme in die Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitnehmers. Ebenso ist eine Angabe in der Einkommensteuererklärung seitens des Arbeitnehmers nicht erforderlich.

Das Bundesministerium der Finanzen bietet in einer FAQ "Corona" u. a. zahlreiche Antworten auf die in diesem Zusammenhang auftretenden Fragen zu Themen wie z. B. Steuererleichterungen, Lohnsteuer, Stundung und Erlass von Steuern.

www.bundesfinanzministerium.de

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