Gesamtsozialversicherungsbeitrag

Ferienjobs

Beschäftigung von Schülerinnen und Schülern

Die Ferienzeit steht wieder vor der Tür und die Aufbesserung des Taschengeldes wird für viele Jugendliche ein Thema. Gelegenheit dazu bieten zahlreiche Ferienjobs, die nebenbei auch Einblicke in die Berufswelt gewähren. Vorteil für den Arbeitgeber: In aller Regel besteht Sozialversicherungsfreiheit, so dass weniger Personalkosten anfallen. Denn die Jobs von Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen sind zumeist versicherungsfrei in der Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung, wenn sie geringfügig entlohnt oder kurzfristig beschäftigt werden. Rentenversicherungsfreiheit besteht auch bei kurzfristigen Aushilfsbeschäftigungen. Geringfügig entlohnte Beschäftigungen (Minijobs) sind dagegen grundsätzlich rentenversicherungspflichtig mit der Möglichkeit sich davon befreien zu lassen.

Für geringfügig entlohnte Beschäftigung sind die üblichen Meldungen und Beiträge zur Minijobzentrale erforderlich. Der Arbeitgeber hat für gesetzlich krankenversicherte Schülerinnen und Schüler pauschale Beiträge zur Krankenversicherung in Höhe von 13 Prozent und pauschale Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von 15 Prozent des Arbeitsentgelts zu entrichten, sofern er sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lässt. Erfolgt keine Befreiung von der Rentenversicherung, fallen Pflichtbeiträge in Höhe von 18,6 Prozent des Arbeitsentgelts an, davon zahlt der Arbeitgeber 15 Prozent, die restlichen 3,6 Prozent sind von der Schülerin oder dem Schüler zu entrichten.

Auch für kurzfristige Beschäftigung von Schülerinnen und Schülern gelten die sonst üblichen Regelungen, so dass diese von vornherein auf nicht mehr als drei Monate (90 Kalendertage) oder 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres begrenzt sind. Übersteigt das monatliche Entgelt 450 Euro, besteht Versicherungsfreiheit nur, sofern die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Die monatliche Entgeltgrenze von 450 Euro gilt auch, wenn die Beschäftigung nicht während des gesamten Kalendermonats besteht. In aller Regel werden Ferienjobs unter diesen Voraussetzungen nicht berufsmäßig ausgeübt, da diese von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung anzusehen sind. Allerdings liegt Berufsmäßigkeit vor, wenn die kurzfristige Beschäftigung zwischen dem Ende der Schulausbildung und einer Beschäftigung (z.B. Berufsausbildung), eines dualen Studiengangs oder der Ableistung eines freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres bzw. eines Bundesfreiwilligendienstes ausgeübt wird. Dagegen werden Beschäftigungen zwischen dem Schulabschluss und beabsichtigter Fachschulausbildung bzw. beabsichtigtem Studium nicht als berufsmäßig angesehen und bleiben somit versicherungsfrei.

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