Meldungen für beschäftigte Rentner

Unterstützung durch Entgeltabrechnungsprogramme

Revisionsprüfungen bei verschiedenen Rentenversicherungsträgern ergaben eine nicht unerhebliche Anzahl von nicht korrekten Meldungen für beschäftigte Rentner, die nicht nur einen hohen Ermittlungsaufwand für die Sachbearbeitung erfordern, sondern sich auch auf die Höhe der Rentenleistung auswirken.

Dabei wurden Altersvollrentenbezieher mit Personengruppe (PGR) 120 als auch Teilrentenbezieher (PGR) 101 als versicherungsfreie Altersvollrentenbezieher mit (PGR) 119 mit einem halben Rentenversicherungsbeitrag und dem Beitragsgruppenschlüssel (BYGR) 3 gemeldet, obwohl hier der volle Rentenversicherungsbeitrag (BYGR) 1 anzugeben war. Ebenso kam es zu Fehleinschätzungen bei den Angaben zur Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung.

Um die Arbeitgeber bei der versicherungs- und beitragsrechtlichen Beurteilung beschäftigter Rentner anhand verpflichtender Plausibilitätsprüfungen in den Entgeltabrechnungsprogrammen mehr zu unterstützen, sind zukünftig erweiterte Kennzeichen und Prüfungen in den Entgeltabrechnungsprogrammen umzusetzen, die jedoch nicht Bestandteil des Meldeverfahrens sein werden. Das für die Systemprüfungen der Entgeltabrechnungsprogramme eingesetzte Pflichtenheft der ITSG ist deshalb zum 1. Juli 2022 entsprechend anzupassen. Sofern weitere maschinelle Möglichkeiten in den Entgeltabrechnungsprogrammen umsetzbar sind, sind auch diese im Pflichtenheft zu berücksichtigen. Darüber hinausgehende Informationen zum Rentenbezug sind dem Rentenbescheid des Beschäftigten zu entnehmen. Darauf verständigten sich die Spitzenverbände der Sozialversicherung anlässlich der Besprechung zum gemeinsamen Meldeverfahren am 30. März 2022.

Profil NEWS

Profil NEWS

Ihre Versandoptionen

Sie möchten die Profil NEWS lieber per Post bzw. eMail erhalten? Oder möchten Sie die Informationen abbestellen?

Newsletter ummelden

Top