Mindestlohn – Geringfügige Beschäftigung

Zum 1. Januar 2022 stieg der Mindestlohn zunächst auf 9,82 Euro.

Die Mindestlohnkommission, bestehend aus Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgebern, legt der Bundesregierung alle zwei Jahre einen Vorschlag über die Anpassung des Mindestlohns vor. Auf Empfehlung der Kommission hat das Bundeskabinett bereits am 30. Juni 2020 eine Anhebung für 2021 und 2022 beschlossen.

Mit der "Dritten Mindestlohnanpassungsverordnung – MiLoV3" vom 13. November 2020 steigt der Mindestlohn in 2022 in zwei Stufen. Die erste Anpassung erfolgte zum 1. Januar 2022 von 9,60 Euro auf 9,82 Euro. Eine weitere Anpassung wird dann zum 1. Juli von 9,82 Euro auf 10,45 Euro erfolgen.
Diese Veränderungen haben auch Auswirkungen auf geringfügig entlohnte Beschäftigungen (Minijobs), denn die Grenze von 450 Euro gilt in 2022 unverändert. Deshalb ist es besonders wichtig, in diesen Fällen eine Überprüfung der zu leistenden Arbeitsstunden vorzunehmen. Konnten bei einem Mindestlohn von 9,60 Euro bisher maximal 46,88 Stunden im Monat gearbeitet werden, so wird künftig bereits bei einer maximalen Arbeitszeit von 45,83 Stunden (9,82 Euro x 45,83 Stunden = 450,05 Euro) die Geringfügigkeitsgrenze überschritten. Insofern beträgt die maximal mögliche Arbeitszeit im Rahmen eines"Minijobs" ab 1. Januar 2022 noch 45,82 Stunden und ab 1. Juli 2022 nur noch 43,06 Stunden im Monat.

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