Betriebsdatenpflege – Meldung von Veränderungen

Seit dem 1. Dezember 2010 übermitteln Arbeitgeber Änderungen der Betriebsbezeichnung, der Anschrift, des Namens, der Kommunikationsdaten (Telefon, Fax, eMail) des Ansprechpartners und der Korrespondenzadresse mit dem Datensatz Betriebsdaten (DSBD). Damit sollte der bis dahin erforderliche Postversand an jeden einzelnen Sozialversicherungsträger entfallen. Jedoch wurde diese Erleichterung nur bedingt durch die Arbeitgeber umgesetzt, so dass Meldungen oft fehlerhaft waren bzw. gänzlich unterblieben. Daraufhin wurden zum 1. Juni 2012 verschiedene Abgabegründe eingeführt, die zur Reduzierung der Fehlerquote und einer besseren Akzeptanz führen sollten.

Nach wie vor sind die Mengen an Änderungsmitteilungen per DSBD zu gering und fehlerhaft. Beispielsweise enthalten Betriebsbezeichnungen häufig unternehmensinterne Begriffe und Kürzel. In den Feldern für die Telefonnummer des Ansprechpartners kommen Namen vor. Im Feld "Meldende Stelle" wird in der Regel anstatt der unternehmensinternen Betriebsnummer diejenige des Dienstleisters übermittelt. Umfang und inhaltliche Qualität der übermittelten Daten bedürfen dringend einer Verbesserung, um mittelfristig die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen.

Seit dem 1. Januar 2017 sind darüber hinaus auch Änderungen der wirtschaftlichen Betätigung des Beschäftigungsbetriebes mitzuteilen. Dazu werden noch weitere Anpassungen im DSBD vorgenommen.

Zur Verbesserung der Meldequalität, Weiterentwicklung und Optimierung des DSBD-Verfahrens wurde eine Arbeitsgruppe, mit Einbindung von Arbeitgebern und Softwareherstellern, unter Federführung der Bundesagentur für Arbeit (BA) eingerichtet.