Mindestlohn – Geringfügige Beschäftigung

Zum 1. Januar 2021 steigt der Mindestlohn zunächst auf 9,50 Euro.

Die Mindestlohnkommission, bestehend aus Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgebern, legt der Bundesregierung alle zwei Jahre einen Vorschlag über die Anpassung des Mindestlohns vor. Auf Empfehlung der Kommission hat das Bundeskabinett am 30. Juni 2020 eine Anhebung für 2021 in zwei Stufen beschlossen. Mit der „Dritten Mindestlohnanpassungsverordnung – MiLoV3“ steigt der Mindestlohn am 1. Januar 2021 auf 9,50 Euro, eine weitere Anpassung erfolgt dann zum 1. Juli 2021 auf 9,60 Euro.

Besondere Aufmerksamkeit ist in diesem Zusammenhang den geringfügig Beschäftigten zu schenken. Auch hier gilt ab 1. Januar 2021 der neue Wert von 9,50 Euro, so dass sich eine Überprüfung der zu leistenden Arbeitsstunden empfiehlt.
Konnten bei einem Mindestlohn von 9,35 Euro bisher maximal 48,12 Stunden im Monat gearbeitet werden, so wird künftig bereits bei einer maximalen Arbeitszeit von 47,37 Stunden (9,50 Euro x 47,37 Stunden = 450,02 Euro) die Geringfügigkeitsgrenze überschritten.