Kennzeichen "Saisonarbeitnehmer"

Seit dem 1. Januar 2018 ist in der Anmeldung anzugeben, ob der Arbeitnehmer zum Personenkreis der Saisonarbeitnehmer gehört.

Die Angabe "Saisonarbeitnehmer" ist nur in Anmeldungen aufgrund des Beginns eines Beschäftigungsverhältnisses sowie der gleichzeitigen An- und Abmeldung (Abgabegründe 10 und 40) erforderlich. Sie ist nicht erforderlich bei geringfügig Beschäftigten sowie bei Beschäftigten, die ausschließlich in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert sind (Personengruppen 109, 110, 190).

Als Saisonarbeitnehmer gilt: Wer vorübergehend für eine versicherungspflichtige, auf bis zu acht Monate befristete, Beschäftigung nach Deutschland gekommen ist, um einen

  • jahreszeitlich bedingten,
  • jährlich wiederkehrenden,
  • erhöhten Arbeitskräftebedarf des Arbeitgebers abzudecken.

Die Kennzeichnung erfolgt für Meldezeiträume ab dem 1. Januar 2018 und nur bei krankenversicherungspflichtigen Beschäftigten mit ständigem Wohnsitz im Ausland, bei denen davon auszugehen ist, dass sie nach dem Ende der Beschäftigung wieder in ihr Land zurückkehren.
Fehlt die Angabe zum Kennzeichen "Saisonarbeitnehmer" oder war diese fehlerhaft, muss die Anmeldung storniert und mit dem korrekten Kennzeichen "Saisonarbeitnehmer" neu abgegeben werden.

Momentan erreichen uns von den Arbeitgebern, die jahreszeitbedingt mit Saisonkräften arbeiten, sehr viele Anmeldungen mit dem Kennzeichen für Saisonarbeitnehmer. Dabei stellt sich heraus, dass die gemeldeten Arbeitnehmer ihren ständigen Wohnsitz nicht im Ausland haben und nicht für diese auf bis zu acht Monate befristete, versicherungspflichtige Beschäftigung nach Deutschland gekommen sind.

Zur Vermeidung der erforderlichen Korrekturen und damit verbundenen Mehraufwand beim Arbeitgeber und den Krankenkassen, bitten wir vor der Übermittlung einer Anmeldung mit dem Kennzeichen für Saisonarbeitnehmer nochmals zu prüfen, ob dafür die oben beschriebenen Voraussetzungen vorliegen.