Hilfe bei ADHS

Extreme Unruhe, impulsives Verhalten, mangelnde Konzentration - immer mehr Kinder und Jugendliche fallen negativ auf. Eltern, Erzieher, Lehrer, aber auch die Betroffenen selbst leiden unter der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (kurz: ADHS) und fühlen sich dieser oft hilflos ausgesetzt. Doch wie geht man mit dieser Erkrankung um? Wo erhält man Unterstützung? Wissenschaftlich gesicherte Antworten auf diese Fragen gibt es im Internet unter www.adhs.info

Psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen sind keine Ausnahmen mehr. Von besonderer Bedeutung ist dabei ADHS. Sie tritt bei rund fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen auf. Wobei Jungen häufiger betroffen sind als Mädchen. Dabei können Hyperaktivität, Impulsivität und Konzentrationsschwäche unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bei vielen Patienten kommen noch weitere psychische Störungen oder Auffälligkeiten hinzu, wie z.B. eine Lese-Rechtschreibschwäche oder eine Rechenschwäche.

Um den betroffenen Eltern, Lehrern und Erziehern Hilfestellung im Umgang und in der Behandlung der Erkrankung zu geben, hat das zentrale adhs-netz das Informationsportal www.adhs.info eingerichtet. Das Netzwerk aus Medizinern, Pädagogen und anderen Experten zur Verbesserung der Versorgung von ADHS-Betroffenen wird dabei durch das Bundesministerium für Gesundheit finanziell unterstützt.

Neben soliden und faktenbasierten Informationen zu Symptomatik und Diagnostik von ADHS werden ausführlich Therapiemöglichkeiten vorgestellt und therapeutische Einrichtungen und Berufsgruppen genannt, an die sich Eltern wenden können. Videoaufnahmen über den Alltag von betroffenen Kindern und Eltern zeigen anschaulich, wie sich das Leben mit ADHS-Betroffenen gestaltet und wie diese Wege aus dem Leiden gefunden haben. In einem Schnelltest können Eltern schließlich selbst den Stand ihres Wissens zu ADHS testen.

Das Internetportal befindet sich noch im Aufbau und bietet derzeit in erster Linie Informationen für Eltern. Im Laufe des Jahres wird das Angebot schrittweise erweitert, sodass auch Pädagogen sowie betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf sie zugeschnittene Hilfe und Unterstützung finden werden.