Licht und Luft vertreiben Winterdepression

Wenn die Tage kürzer werden und alles grau in grau erscheint, fühlen sich viele Menschen müde, niedergeschlagen und antriebslos. Bei ungefähr zwei Prozent der Bevölkerung sind die Symptome so ausgeprägt, dass sie unter der saisonal abhängigen Depression (SAD) leiden. Auslöser für das winterliche Stimmungstief ist mangelndes Tageslicht. Wer dem Winterblues keine Chance bieten will, sollte gerade in den dunklen Wintermonaten Licht und Sonne tanken.

Tageslicht macht Laune

Das Licht ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit, denn es steuert bedeutende Stoffwechselprozesse. Tageslicht drosselt die Produktion des Schlafhormons Melatonin, während der Botenstoff Serotonin verstärkt gebildet wird. Diese auch als Glückshormon bezeichnete Substanz aktiviert den Körper und hellt die Stimmung auf. An lichtarmen Tagen wird weniger Serotonin gebildet. Müdigkeit und Antriebslosigkeit können dann die Folge sein, schlechte Laune und Gereiztheit stellen sich ein.

Statt Pillen: Licht und Luft

Die beste Medizin gegen den Winterblues sind Sonne, Licht und Luft. Ideal ist es, täglich um die Mittagszeit ein bis zwei Stunden draußen zu verbringen, möglichst bei jedem Wetter. Wem die Zeit fehlt, sollte jede Gelegenheit nutzen, Tageslicht zu tanken: Machen Sie in der Mittagspause einen Spaziergang, bewegen Sie sich am Wochenende draußen und planen Sie Ihren Winterurlaub so, dass Sie sich viel im Freien aufhalten können. Joggen, Wandern, Walken, Rad- oder Skifahren machen zusätzlich fit und heben die Stimmung.

Sorgen Sie aber auch in Ihren Innenräumen für mehr Helligkeit. Verzichten Sie auf Vorhänge oder Rollos, die Ihre Zimmer verdunkeln, wählen Sie helle Tapeten und Wandfarben und schalten Sie mehr Lampen ein. Frei käufliche Lichtduschen, Wohlfühlleuchten oder Lichttherapiegeräte, die zumindest für kurze Zeit fehlendes Tageslicht ersetzen, können für immobile Menschen oder bei saisonal abhängiger Depression hilfreich sein. Achten Sie auf eine Beleuchtungsstärke von mindestens 2.500 Lux, denn selbst ein bedeckter Winterhimmel bietet noch ca. 3.000 Lux.