Fieber – eine heilsame Angelegenheit

Wenn die Körpertemperatur in die Höhe schnellt, sind viele Menschen geneigt, diese zu drosseln. Doch das ist nicht immer sinnvoll. Schließlich ist das Fieber ein Zeichen dafür, dass die Abwehrvorgänge im Körper auf Hochtouren arbeiten. Doch ab wann spricht man von Fieber? Die Messung der Körpertemperatur über den After (rektal) entspricht am ehesten der Temperatur, die im Körper herrscht. Am schnellsten erfolgt sie mit einem digitalen Fieberthermometer. Messungen in der Achselhöhle, an der Stirn, im Mund oder Ohr sind häufig ungenau. Von Fieber wird dann gesprochen, wenn die rektal gemessene Temperatur über 38 °C liegt. Körpertemperaturen bis 37,5 °C gelten als normal, solche zwischen 37,6 und 38 °C als subfebril. Von hohem Fieber spricht man bei Temperaturen ab 40 °C.

Die Abwehr nicht behindern

Fieber selbst ist ein Symptom für eine Krankheit. Häufig steckt eine Entzündung dahinter, ausgelöst durch Viren oder Bakterien. Mit einer erhöhten Körpertemperatur und mit einer vermehrten Bildung von Abwehrstoffen versucht der Körper, diese in Schach zu halten. Fieber ist deshalb eine heilsame Angelegenheit, das die Selbstheilungskräfte aktiviert. Wer Fieber vorschnell senkt, behindert daher den Körper in seiner Abwehrarbeit und sorgt mitunter dafür, dass die Genesung hinausgezögert wird. Dennoch gibt es Erkrankungen oder Situationen, bei denen es notwendig ist, die Temperatur zu senken. So z.B.

  • bei Epilepsie und anderen Gehirnerkrankungen
  • Fieberkrämpfen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Hitzschlag
  • älteren Patienten und Schwangeren oder
  • starkem Unwohlsein

Wichtig: Gehen Sie zu einem Arzt bei Fieber unklarer Herkunft, bei hohen Temperaturen, bei Fieber, das über mehrere Tage anhält und bei Begleitsymptomen wie Schmerzen, Krämpfen, Nackensteife bzw. schlechtem Allgemeinzustand.

Das hilft bei Fieber

Unterstützen Sie den Körper in seinem Selbstheilungsprozess. Wichtig ist nun, viel zu trinken. Geeignet sind Wasser, Tee mit etwas Traubenzucker oder Fruchtsäfte, am besten über den Tag verteilt in kleinen Portionen. Strenge Bettruhe und das Zudecken mit dicken Bettdecken behindern die Wärmeabgabe. Besser sind leichte Baumwollkleidung, bei der Arme und Beine frei sind, und eine leichte Decke. Die Zimmertemperatur sollte nicht über 22 °C liegen. Wer sich gut fühlt, kann es sich so auf dem Sofa bequem machen. Körperliche Belastung, Bewegung und Sport sollten Sie auf später vertagen.