Schnarchlos durch die Nacht

Haben Sie auch einen nächtlichen Ruhestörer im Bett? Das Schnarchen kann neben der Partnerschaft auch die Gesundheit belasten. Glücklicherweise gibt es sanfte Methoden, mit denen für Abhilfe gesorgt werden kann. Durchschnittlich schnarcht jeder dritte Deutsche. Bei jungen Menschen tritt die nächtliche Ruhestörung seltener auf. Anders ist es bei Älteren, denn die Wahrscheinlichkeit des Schnarchens steigt mit zunehmenden Lebensjahren. Dabei ist die Intensität des Schnarchens von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche schnarchen leise und nur in bestimmten Liegepositionen und andere machen Krach wie ein Sägewerk. Bei leichtem Schnarchen sind die Lebenspartner oft tolerant. Ist das Schnarchen jedoch extrem laut und nicht zu ertragen, ist der Ruf nach Abhilfe zu hören. Neben der Flucht in ein anderes Zimmer oder der Großpackung Ohrstöpsel gibt es andere sanfte Methoden, die für mehr Ruhe beim Schlafen sorgen können.

Wie Schnarchen entsteht

Schnarchen, das sind laute Atemgeräusche in den oberen Atemwegen, die während des Schlafens auftreten. Bei der Nachtruhe erschlafft die Muskulatur des Nasen- und Rachenraums und ist dieser Raum enger, wird die Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft erhöht. Das erschlaffte Rachen- und Gaumengewebe vibriert und verursacht so das typische Schnarchgeräusch. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten: zum einen das einfache Schnarchen und zum anderen das apnoische Schnarchen, bei dem es zu kurzen Atemaussetzern kommt.

Tipps für die alltägliche Nachtruhe

Entgegen aller Vermutungen leidet auf lange Sicht nicht nur der nichtschnarchende Lebenspartner sondern auch der Schnarcher selbst unter der gestörten Nachtruhe. Die Regeneration des Körpers im Tiefschlaf und der Traumschlaf sind beeinträchtigt, was tagsüber zu einer verminderten Konzentrationsfähigkeit und erhöhten Reizbarkeit führen kann. Deshalb haben wir für Sie im Folgenden einige Selbsthilfe-Tipps zusammengestellt:

  • immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen
  • nicht hungrig, aber auch nicht mit vollem Magen zu Bett gehen
  • auf den alkoholischen Schlummertrunk verzichten
  • Schlaf auf dem Rücken möglichst vermeiden
  • für kühle Schlafzimmerluft sorgen
  • Beruhigungs- und Schlafmittel vermeiden, sie entspannen die Muskeln der Atemwege zusätzlich
  • auf eine freie Nasenatmung achten
  • mit erhöhtem Oberkörper schlafen

Führt dies nicht zu einer erträglichen Lautstärke des Schnarchens, sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt. Er klärt, welche Ursachen bei Ihnen zu einem verengten Nasen-Rachen-Raum führen und berät Sie entsprechend zu weiteren Behandlungsmöglichkeiten.