Sodbrennen – Mit einfachen Mitteln beschwerdefrei

Nahezu jeder zweite Erwachsene leidet hin und wieder unter Sodbrennen. Das saure Aufstoßen und Brennen in der Speiseröhre, das oft mit einem unangenehmen Druck- oder Völlegefühl einhergeht, ist vielleicht auch Ihnen nur allzu gut bekannt. Es entsteht, wenn die aggressive Magensäure zurück in die Speiseröhre fließt. Dies wird eigentlich durch einen Verschluss am Eingang des Magens verhindert. Unter gewissen Umständen wird dieser jedoch "undicht", so dass es zum Rücklauf kommt. So begünstigen Stress und üppiges Essen, aber auch genetische Veranlagung die Entstehung von Sodbrennen. Andere Betroffene leiden wiederrum an einem Reflux, bei dem vermehrt Magensaft in die Speiseröhre aufsteigt und so die Beschwerden verursacht.Zum Glück gibt es viele Hausmittel sowie einige Tipps, mit denen Sie das Brennen beseitigen oder ihm vorbeugen.

Basische Lebensmittel neutralisieren die Säure

Betroffene können bei Sodbrennen das Aufsteigen der aggressiven Säure förmlich spüren. Während die Haut einen PH-Wert von 5,5 und die Mundhöhle sogar von 6 bis 7 hat, liegt der des Magensaftes nur zwischen 1 und 4. Für die Verdauung der Nahrungsmittel ist dies unerlässlich, der empfindlichen Speiseröhre schadet er jedoch. Aus diesem Grund muss die Säure neutralisiert werden, was wiederrum mit basischen Lebensmitteln gelingt. So z.B. mit Nüssen und Mandeln, die langsam zu Brei zerkaut werden , um gegen das saure Aufstoßen und Brennen zu wirken. Auch Natron ist basisch und kann Ihnen so helfen, den Säuregehalt des Magensaftes zu minimieren. Allerdings sollten Sie dieses Mittel nicht zu häufig anwenden, da sonst die Produktion der Magensäure auf Dauer gesteigert wird und sich die Probleme verschlimmern.
Vor dem Essen getrunken, bindet der Saft roher Kartoffeln überschüssige Magensäure und verhindert so, dass Sodbrennen entsteht. Auch Weißbrot oder Zwieback haben diesen Effekt. Lindernd und heilsam wirken außerdem verschiedene Tees, unter anderem Kamille, Fenchel oder Kümmel.
Sie sind gerade unterwegs und benötigen ein einfaches Mittel gegen die Beschwerden? Durch das Kauen von Kaugummi wird die Speichelproduktion angeregt und die Säue verdünnt.

Auslöser kennen und vermeiden

Manche Menschen neigen eher zu Sodbrennen als andere, doch bestimmte Faktoren wie Ernährung und Lebensweise begünstigen seine Entstehung. Besonders Koffein, Nikotin und Alkohol sollten Sie meiden, da sie zur Säurebildung beitragen. Fettige, scharfe und zuckerhaltige Speisen sind ebenso ein Auslöser für die Beschwerden wie kohlensäurehaltige Getränke.
Greifen Sie als Alternative lieber zu stillem Wasser oder Kräutertee und achten Sie auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Damit beugen Sie der Gefahr von Sodbrennen gleich in mehrfacher Hinsicht vor, denn Übergewicht verstärkt den Druck auf den Magen und somit das Aufsteigen der Magensäure. Nehmen Sie über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich, die den Magen nicht zu sehr beanspruchen, und legen Sie die letzte davon in die frühen Abendstunden. Um zu verhindern, dass Säure in der Nacht zurückfließen kann, sollten Sie leicht erhöht schlafen.
Auch Stress und Nervosität können Auslöser von Sodbrennen sein. Gönnen Sie sich daher zwischendurch Ruhe sowie Entspannung. Regelmäßige Bewegung, vor allem an der frischen Luft, wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf die Beschwerden aus.

Unangenehm aber ungefährlich?

Viele Betroffene empfinden das Sodbrennen zwar als lästig, messen dem aber keine größere Bedeutung bei. Wenn Sie jedoch nicht nur ab und zu, sondern dauerhaft darunter leiden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. In diesem Fall kann das saure Aufstoßen nämlich organische Ursachen haben und sollte abgeklärt werden. Auf längere Sicht leiden außerdem die Speiseröhre sowie Zähne und Zahnfleisch durch den häufigen Kontakt mit der Magensäure.

Wissen Sie bereits, dass das Sodbrennen Teil einer Erkrankung ist, sollten Sie dieses medikamentös behandeln lassen. Hausmittel können dann nur eine zusätzliche Linderung der Symptome erzielen.