Individuelle Gesundheitsleistungen - IGeL

Der Markt der Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) boomt. Rund 1,5 Milliarden Euro geben die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen jährlich für diese Leistungen aus. Über sinnvolle Maßnahmen sollten Sie sich vorher genau beraten lassen. Denn von Ärzten wird der Verkauf dieser Leistungen gern genutzt.

Was sind IGeL?

Individuelle Gesundheitsleistungen können unterschiedlich definiert werden: Im normalen Sprachgebrauch ist es üblich, IGeL als "Selbstzahlerleistungen" zu bezeichnen, und damit alle Leistungen zu meinen, die ein Patient selbst zahlen muss. Diese Definition ergibt jedoch kein einheitliches Bild, weil nicht alle Krankenkassen die gleichen Leistungen übernehmen. Demnach sind unter IGeL alle Leistungen zu verstehen, die nicht zum festgeschriebenen Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören, wie etwa Atteste und Reiseimpfungen, oder Maßnahmen der Vorsorge und Früherkennung sowie Therapien von Krankheiten, welche vor dem Gesetz nicht "ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten".

Unser Tipp

Lassen Sie sich auf keinen Fall zu einer Untersuchung drängen. Erbitten Sie Bedenkzeit. Diese Leistungen sind niemals dringend! Informieren Sie sich vor einer Entscheidung genau über Chancen und Risiken der Methode.