IKKpromed: Qualitätssicherung

Im Rahmen der strukturierten Behandlungsprogramme werden von den Mitarbeitern der IKK gesund plus qualitätssichernde Maßnahmen durchgeführt. Die Qualitätssicherung wird vorrangig über eine individuelle, anlassbezogene Kommunikation mit den Versicherten geleistet, primär durch die Zusendung von Broschüren oder Informationsschriften, durch Remindersysteme, ggf. kann ein persönliches Telefonat oder ein Gespräch mit dem dafür einschlägig geschulten Mitarbeiter der Krankenkasse stattfinden.

Ein wichtiges Qualitätsziel für alle strukturierten Behandlungsprogramme ist die Sicherstellung der regelmäßigen Teilnahme des Versicherten, um eine kontinuierliche strukturierte Behandlung gewährleisten zu können. Die Versicherten erhalten deshalb Informationen über das Programm, die Bedeutung aktiver Teilnahme und regelmäßiger Arzt-Besuche, wenn innerhalb der vorgesehenen Frist keine gültige Folgedokumentation vorliegt. Hierbei ist auch ein ggf. erfolgter Arztwechsel zu beachten.

Empfohlene Schulungen und die Erhöhung der Rate verordneter und durchgeführter Schulungen ist essentieller Bestandteil der internistisch geprägten strukturierten Behandlungsprogramme. Wenn empfohlene Schulungen nicht wahrgenommen wurden, erhalten die betreffenden Versicherten eine Broschüre mit entsprechenden Informationen über deren Bedeutung.

Für Patienten mit Asthma und COPD ist die Reduktion notfallmäßiger stationärer Behandlungen ein wichtiges Qualitätsziel. Lag eine solche stationäre Aufnahme wegen der chronischen Erkrankung seit der letzten Dokumentation vor, erhalten die Versicherten eine Broschüre bezüglich des Umgangs mit dem Krankheitsbild zur unterstützenden Information. Ebenso verhält es sich, um die Häufigkeit von Exazerbationen bei Versicherten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung zu verringern.

Aufklärung und Information über unterstützende Maßnahmen zur Raucherentwöhnung sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung. Auf Wunsch erhalten die Versicherten entsprechende Informationsangebote.

Für Versicherte mit einer Diabeteserkrankung sind stabile Stoffwechselwerte wichtig. Sollte es in der Vergangenheit zu Stoffwechselentgleisungen gekommen sein, erhalten Versicherte Basis-Informationen über Diabetes und Diabetes-Symptome, Hypo- und Hyperglykämie und Möglichkeiten der eigenen Einflussnahme. Bei Nichteinhaltung des im Rahmen der Therapie gemeinsam mit dem Arzt festgelegten HbA1c-Zielwertes werden den Versicherten Informationsbroschüren über die Wichtigkeit einer adäquaten Blutzuckereinstellung zugesandt.

Bei Diabetikern kann es zu Durchblutungsstörungen kommen. Sehr wichtig ist deshalb auch die regelmäßige Inspektion der Füße bei Versicherten ab einem Alter von 18 Lebensjahren durch den behandelnden Arzt und die regelmäßige augenärztliche Untersuchung. Wenn der Fußstatus auffällig ist, erhalten Versicherte Informationen über Diabetes-Komplikationen und Folgeschäden am Fuß sowie die Möglichkeiten der Mitbehandlung in diabetischen Fußambulanzen. Ist eine augenärztliche Netzhautuntersuchung nicht mindestens einmal in 12 Monaten durchgeführt oder veranlasst worden, sind es Informationen über Diabetes-Komplikationen und Folgeschäden am Auge sowie die Notwendigkeit einer jährlichen augenärztlichen Untersuchung.

Informationen über die Problematik einer Hypertonie beim Diabetiker und dessen Einflussmöglichkeiten erhalten Versicherte mit erhöhten Blutdruckwerten oder einer arteriellen Hypertonie als Begleiterkrankung. Für Versicherte mit einer koronaren Herzerkrankung ist der Bluthochdruck ebenso im verstärkten Fokus der qualitätssichernden Maßnahmen.

Übersichten zur Häufigkeit der Versendung von Informationen und Broschüren im Rahmen der Qualitätssicherung sind aufgeschlüsselt nach Indikation und Region in den beigefügten Tabellen dargestellt.