Achtung Energydrinks!

Sie sollen die Leistungsfähigkeit steigern und die Müdigkeit vertreiben. Die Nebenwirkungen von aufputschenden Energydrinks werden jedoch oft nicht erkannt und beachtet. Das kann bei übermäßigem Konsum gefährlich werden.

Vor nunmehr über 20 Jahren kamen die inzwischen weit verbreiteten Energydrinks auf den Markt. Alarmierend ist, dass laut Studien bereits jeder dritte Jugendliche regelmäßig Energydrinks konsumiert. Der in der Werbung benannte belebende Effekt kann durch den in Energydrinks enthaltenen Zucker und die Koffein- und Taurinzugabe durchaus eintreten. Auch eine schnellere Reaktionszeit und gesteigerte Leistungsfähigkeit können sich als Wirkung einstellen. Dies ist aber von Mensch zu Mensch und abhängig von der Konsummenge sehr unterschiedlich. Bei übermäßigem Verzehr können jedoch schnell unangenehme und mitunter gefährliche Nebenwirkungen eintreten. Deshalb geben wir Ihnen einen Einblick in die Zutatenliste und einen Überblick über mögliche Nebenwirkungen.

Was steckt drin?

Fragt man, was in den Energydrinks enthalten ist, erhält man oft nur ein Achselzucken oder es wird lediglich ein prägnanter Inhaltsstoff genannt. Der Blick auf die Zutatenliste gibt jedoch schnell Aufschluss. Jeder Energydrink unterscheidet sich je nach Hersteller in der Zusammensetzung, die Grundzutaten sind in der Regel gleich:

  • Wasser, Zucker, Kohlensäure
  • Vitamine und Mineralstoffe
  • Koffein
  • Taurin
  • Glucuronolacton
  • Farb- und Aromastoffe

Auf den ersten Blick sehen die Inhaltsstoffe nicht sehr ungewöhnlich aus, doch die enthaltenen Mengen der einzelnen Inhaltsstoffe machen Energydrinks bei übermäßigem Verzehr gefährlich. In manchen Produkten ist sogar 4- bis 5-mal mehr Koffein enthalten als z.B. in Cola. Oft werden zusätzlich Stoffe zugesetzt, die die Wirkung des Koffeins noch verstärken. Deshalb empfehlen wir den folgenden Personengruppen, den Konsum von Energydrinks am besten zu vermeiden: koffein-empfindliche Menschen, Bluthochdruckpatienten, Schwangere und stillende Mütter, Kinder und Jugendliche sowie Sportler.

Welche Nebenwirkungen kann es geben?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung forderte bereits Warnhinweise auf den Verpackungen von Energydrinks – und dies nicht ohne Grund. Denn die Zusammensetzung von Energydrinks kann, insbesondere bei übermäßigem Verzehr oder in Verbindung mit Alkohol, nicht zu unterschätzende Nebenwirkungen verursachen. Als Nebenwirkungen können z.B. auftreten:

  • Herzrhythmusstörungen/Herzrasen
  • Krampfanfälle
  • Schlaflosigkeit
  • Nervosität
  • Kopfschmerzen
  • Nierenschäden
  • Bluthochdruck
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Belastung für den Zahnschmelz durch den hohen Zuckergehalt
  • Höheres Körpergewicht aufgrund des hohen Energiegehaltes

Bemerken Sie diese oder ähnliche Nebenwirkungen nach dem Konsum von Energydrinks, sollten Sie die aufputschenden Getränke am besten vermeiden.