Trinken Sie sich fit

Der menschliche Körper besteht zu mehr als die Hälfte aus Wasser. Im täglichen Leben braucht er ständig Nachschub. Insbesondere bei sportlichen Aktivitäten oder heißen Temperaturen. Trinken ist also mehr als nur "Durst löschen".

Mit jedem Atemzug, mit jeder Schweißperle verliert der Körper Wasser - insgesamt zweieinhalb Liter pro Tag. Bei schweißtreibenden Tätigkeiten wie harter körperlicher Arbeit oder Sport noch mehr. Durch die Nahrungsaufnahme und die Stoffwechselvorgänge wird lediglich ein kleiner Teil wieder ausgeglichen. Rund zwei Liter sollten Sie täglich trinken, um Ihr Blut flüssig und Ihre Körpertemperatur stabil zu halten, um Mineralstoffe zu lösen, Nährstoffe in die Zellen zu transportieren und die Nieren arbeiten zu lassen.

Kurz: Trinken verschafft Ihnen Wohlgefühl. Wer zu wenig trinkt, fühlt sich müde und schlaff, kann sich nicht gut konzentrieren. Außerdem treten Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Muskelkrämpfe auf, die Haut wird spröde und rissig, die Augen schmerzen und Verdauungsbeschwerden stellen sich ein.

Übrigens: Auch in der kalten Jahreszeit ist Trinken nicht weniger wichtig. Zwar schwitzen wir weniger als im Sommer, doch der Aufenthalt in geheizten Räumen trocknet Haut und Schleimhäute aus und macht sie empfänglich für Krankheitserreger.

Wie viel Flüssigkeit braucht der Körper?

Viele Menschen haben sich angewöhnt, Durst zu ignorieren. Ständiges Trinken und den häufigen Gang zur Toilette finden sie lästig. Das regelmäßige Auffüllen der Flüssigkeitsspeicher ist aber wichtig, um alle Körperfunktionen in Gang zu halten. Denn über den Tag verteilt scheiden wir ungefähr 2,5 Liter Flüssigkeit aus. Diesen Verlust sollten Sie durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr wieder ausgleichen. Wie hoch Ihr täglicher Wasserbedarf durch Getränke und feste Nahrung ist, können Sie mithilfe dieser Tabelle ausrechnen. Wenn Sie schwer körperlich arbeiten, Sport treiben oder starke Hitze herrscht, erhöht sich der Bedarf zusätzlich.

Empfohlene Wasserzufuhr

Säuglinge
0-4 Monate: 130 ml/kg und Tag
4-12 Monate: 110 ml/kg und Tag

Kinder und Jugendliche
1-4 Jahre: 95 ml/kg und Tag
5-6 Jahre: 75 ml/kg und Tag
7-9 Jahre: 60ml/kg und Tag
10-12 Jahre: 50 ml/kg und Tag
13-18 Jahre: 40 ml/kg und Tag

Erwachsene
19-50 Jahre: 35 ml/kg und Tag
51 und älter 30 ml/kg und Tag
Schwangere: 35 ml/kg und Tag
Stillende: 45 ml/kg und Tag

Und so berechnen Sie die Wasserzufuhr: Multiplizieren Sie die Ihrem Alter entsprechende Wasserzufuhr in ml x Ihrem Gewicht in kg (zum Beispiel 35 (ml) x 85 (kg) = 2975 ml = 2,975 l). Nur einen Teil der Flüssigkeit nehmen Sie über feste Nahrung zu sich.

(Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung www.dge.de)

Trink-Tricks für Wassermuffel

Wenn sich unser Durstgefühl meldet, fehlen dem Körper schon ca. 200 Milliliter (ein großes Wasserglas) Flüssigkeit. Besser ist es, sich selbst ständig mit kleinen Tricks an das Trinken zu erinnern. Dabei hilft das "6-Punkte-Programm", das Sie regelmäßig absolvieren können:

  1. Wach werden und aufstehen: Morgens im Bad ein großes Glas lauwarmes Wasser trinken. Wenn die Wasserqualität stimmt, reicht Leitungswasser, ansonsten Mineralwasser.
  2. Frühstück vorbereiten: Der Tisch ist gedeckt, Kaffee und Toast brauchen noch einen Moment. Nutzen Sie die Zeit, nebenher eine Kanne Früchte- oder Kräutertee aufzubrühen. Im Lauf des Tages leer trinken.
  3. Tasche packen, plus: Wer aus dem Haus muss, sollte stets eine Trinkflasche mitnehmen! Gönnen Sie sich anstelle der Plastikwasserflaschen eine schicke wieder auffüllbare Metalltrinkflasche. Auch bei längeren Autofahrten und Unternehmungen gehört die Wasserflasche zur Ausstattung.
  4. Zimmer-Service: Beim Wohnungs-Check vor dem Aufbruch schnell noch einen kleinen Getränkevorrat (Wasser-/ Saftflasche, Glas) neben dem Lieblingssessel deponieren. Bringt später ein gutes Feierabendgefühl.
  5. Tee und Alkohol trinken: Schwarzer Tee und Alkohol entziehen dem Körper Wasser. Deshalb hier immer ein Glas Wasser zusätzlich trinken. 
  6. Mahlzeit: Trinken Sie vor und zu den Mahlzeiten ein Glas Wasser. Achten Sie auch auf Ihre Körpersignale. Durst und Hunger werden bisweilen verwechselt. Hunger zwischen den Mahlzeiten kann auch bedeuten, dass Sie durstig sind.