Mate – der etwas andere Tee

Neben grünem, schwarzem, weißem und den vielen anderen Teesorten dieser Welt, nimmt der aus Südamerika stammende Mate-Tee eine ganz besondere Stellung ein. Dies fängt beim Namen an, geht über die eigentliche Bezeichnung als Tee bis hin zu den Inhaltsstoffen. Aber eins nach dem anderen.

Der – besonders bei jungen Menschen – beliebte Tee ist so gut wie in jeder Teehandlung, gut sortierten Supermärkten und immer mehr als Geschmacksgeber in kalten Erfrischungsgetränken zu finden. Mate ist eigentlich gar kein Tee im ursprünglichen Sinne; vielmehr ist er ein Aufgussgetränk, das nicht aus Teeblättern, sondern aus den Blättern eines Baumes zubereitet wird. Dieser Baum ist eine südamerikanische Stechpalme mit dem Namen Mate-Baum oder Mate-Strauch. Daher gilt er eigentlich als Kräutertee. Auf Spanisch werden die zerkleinerten und getrockneten Teeblätter Yerba genannt. Wenn Sie also einmal in der Teehandlung nach Yerba Mate fragen, bekommen Sie immer das richtige.

Der Name Mate leitet sich hingegen vom ursprünglichen Trinkgefäß ab, in dem das südamerikanische Traditionsgetränk zubereitet wird. Dieses Gefäß – auch Kalebasse genannt – besteht aus einem ausgehöhlten Flaschenkürbis. Aufgegossen wird direkt in der Kalebasse. Getrunken wird der Tee dann durch einen Bombilla, einen hohlen Metallstab, der am unteren Ende ein kleines Sieb besitzt.
Wenn Sie Ihren Mate auf traditionelle Weise genießen möchten, finden Sie im Handel auch Kalebassen aus Metall oder Porzellan.

Sollten Sie sich den Tee in Form der bereits erwähnten Yerba kaufen, achten Sie beim Zubereiten unbedingt darauf, dass das Wasser beim Aufgießen nicht kocht. Dann lösen sich nämlich zu schnell zu viele Aromen im Wasser und der Tee wird bitter und die Yerba eignet sich nicht mehr für einen erneuten Aufguss. Wir empfehlen je nach Vorliebe eine Temperatur zwischen 70 bis 90 ° C.

Anregend, aber nicht aufregend
Mate liegt beim Koffeingehalt (0,35 bis 1,7%) zwischen Grüntees und Kaffee. Dies wirkt anregend auf den Körper. Jedoch wirkt Mate anders als Kaffee. Denn die Inhaltsstoffe wie Theobromin und Theophylin werden langsamer vom Körper aufgenommen, so dass die belebende Wirkung weniger intensiv einsetzt, dafür jedoch länger anhält.
Ebenfalls belebend wirkt der Tee auf die Verdauung – er ist harntreibend und in größeren Mengen sogar leicht abführend.
Darüber hinaus ist der Tee für Sie besser bekömmlich als Kaffee, da er nicht so schnell bitter wird und nicht säurebildend ist. Dies macht ihn besser verträglich, sorgt für weniger Magenprobleme und Nervosität.
Neben den anregenden Stoffen enthält er noch verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, welche für die Zellerneuerung wichtig sind.
Wenn Sie auf Kaffee verzichten möchten, aber trotzdem einen kleinen und sogar gesunden Energieschub genießen möchten, probieren Sie doch einmal Mate!