Mehr Wohlbefinden mit Tee

Ob schwarz, weiß oder grün, als Kräuter- oder Fruchtaufguss: Tee schmeckt, ist vielseitig und tut gut. Auch für Ihren Geschmack ist sicher eine Sorte dabei. Für die Engländer ist der Tee übrigens Nationalgetränk. Aber auch in Deutschland genießen ihn immer mehr Menschen in unterschiedlichsten Varianten. Eine heiße Tasse verwöhnt Körper und Seele. Duftende Kräutertees vertreiben Müdigkeit und helfen bei Erkältungen. Tee entspannt, belebt, erfrischt - ganz nach Ihrer Wahl. Und Tee lässt sich genauso schnell zubereiten wie Kaffee.

Was ist drin im Aufguss?

In Asien wird Tee seit Jahrtausenden nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften genossen. Schwarzer, grüner und weißer Tee sind gute Lieferanten von sekundären Pflanzenstoffen, die im Körper entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirken. Außerdem enthält Tee Gerbstoffe, die beruhigend auf den Verdauungstrakt wirken. Schwarzer Tee kann also z.B. auch gegen Durchfall eingesetzt werden. Je länger der Tee zieht, desto stärker die Wirkung - umso bitterer ist allerdings auch der Geschmack.

Wer lieber eine sanft anregende Wirkung bevorzugt, sollte auf eine Tasse Tee zurückgreifen: Aufgebrühter Tee hat nur etwa halb soviel Koffein wie eine Tasse heißer Kaffee. Außerdem sorgt er für körperliches und seelisches Wohlbefinden: Die ätherische Öle stimulieren die Sinne. Auch für die Zähne lohnt der heiße Aufguss, denn neben den karieshemmenden Polyphenolen enthält Tee Fluorid, und das stärkt den Zahnschmelz. Je nach Koffeinverträglichkeit können Sie Tee über den ganzen Tag genießen. Einzige Ausnahme: Zum Essen sollten Sie keinen Schwarztee trinken, da die Eisenaufnahme gehemmt werden könnte.

Kräuter- und Früchtetee

Die große Auswahl an Kräutern und Früchten hilft, Körper und Seele zu wärmen. So macht Lindenblütentee fit bei Schnupfen, Salbei hilft bei Halsentzündungen, Johanniskrauttee hellt die Stimmung auf. Doch Vorsicht: Kräutertees sind Heilmittel und als einzelne Sorten nur in Maßen zu verwenden. Für den dauerhaften, durstlöschenden Gebrauch sind ausgewogene Mischungen empfehlenswert. Steigern Sie Ihre Abwehrkräfte mit einem Tee aus Hagebuttenschalen – der enthält viel Vitamin C und beugt Erkältungen vor!

Kleines Tee-Glossar

Für den Schwarzen, Grünen und Weißen Tee werden Blätter, Blattknospen und Stiele der Teepflanze Camilla sinensis verwendet. Kräutertee und Früchtetee sind streng genommen keine Tees, da sie lediglich aus Blüten, Blättern oder ganzen Früchten anderer Pflanzen hergestellt werden. Wählen Sie Tee entsprechend Ihrer Tagesform und Stimmung, und probieren Sie hin und wieder mal etwas Neues aus.

  • Schwarzer Tee wird durch den Oxidationsprozess fermentiert. Geschmacklich kann er als blumig bis malzig beschrieben werden. Zu den bekanntesten Sorten zählen Darjeeling, Ceylon und Assam.
  • Beim Grünen Tee werden blatteigene Enzyme durch Hitze inaktiv. Die Fermentation wird gestoppt und die ursprünglich grüne Farbe erhalten. Er weist leicht herben Geschmack auf.
  • Weißer Tee, das sind junge, seidige Blattknospen aus der chinesischen Provinz Fujian. Er zeichnet sich durch einen hellen Aufguss mit zart aromatischem Geschmack aus. Gerade weiße Tees haben oft einen hohen Koffeingehalt.
  • Pu-Errh-Tee wird auch Roter Tee genannt. Die Inhaltsstoffe sind weitgehend identisch mit Schwarztee.
  • Rotbuschtee wird erzeugt aus den nadelartigen Blättern der südafrikanischen Rooisbos-Pflanze. Er ist sehr bekömmlich und enthält kein Koffein.
  • Kräutertee wird aus Kräuterpflanzen hergestellt, wie beispielsweise Pfefferminze, Lindenblüte oder Salbei.
  • Früchtetee wird heute zumeist als Mischung aus Fruchtbestandteilen angeboten, enthält zum Beispiel Apfelstücke, Hagebuttenschale oder Hibiskusblüten. Sie können aber auch einzelne Sorten unbedenklich genießen.
  • Aromatisierter Tee wird durch Beimischung von Blüten oder Gewürzen hergestellt, die ihren Geruch und Geschmack auf den Tee übertragen und später wieder ausgesiebt werden. Natürliche Aromen sind rein natürlichen Ursprungs, naturidentische Aromen sind hingegen in der Natur nachgewiesene, synthetisch nachempfundene Stoffe.

So wird Tee zum Genuss

Die Zubereitung von Tee - auch von losem Tee - ist sehr einfach. Neben den allgemeinen Empfehlungen sollten Sie auf die Angaben des Herstellers und vor allem auf Ihre persönlichen Geschmacksvorlieben achten.

  • Verwenden Sie für die Teezubereitung möglichst weiches Wasser. Hartes Wasser kann den Geschmack und die Farbe des Tees beeinträchtigen.
  • Pro Tasse füllen Sie etwa einen Teelöffel losen Tee in einen Filter oder ein Sieb. Tipp: Der Tee hält sich länger warm, wenn Sie die Kanne mit heißem Wasser vorwärmen.

Was Sie bei der Zubereitung sonst noch beachten sollten:

  • Schwarzen Tee mit kochendem Wasser übergießen. Die Ziehzeit für eine anregende Wirkung ist zwei bis drei Minuten. Nach mehr als drei Minuten wird Schwarztee meist bitter.
  • Früchte-, Kräuter- und Rotbuschtee sollten ebenfalls mit kochendem Wasser zubereitet werden. Früchte- und Kräutertee ziehen mindestens fünf Minuten, Rotbuschtee nur etwa drei Minuten.
  • Grünen und weißen Tee mit gekochtem, auf etwa 70-80 Grad abgekühltem Wasser übergießen und etwa zwei Minuten ziehen lassen.