Petersilie – Vielfältiges Gartengewürz

Mit exotischen Gewürzen herum zu experimentieren und verschiedene Geschmacksrichtungen auszuprobieren, macht beim Kochen Spaß. Es müssen aber nicht immer die Aromen ferner Länder sein – es lohnt sich auch, sich auf das althergebrachte zu besinnen. So wird die bewährte Petersilie leider häufig unterschätzt, dabei stecken in dem unscheinbaren grünen Kraut eine Reihe von wichtigen Vitaminen. Außerdem ist es ein wahrer Alleskönner in der Küche und punktet zudem mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Sie sind neugierig geworden, was die unscheinbare Pflanze aus Ihrem Gemüsegarten noch so kann? Wir verraten es Ihnen.

Auch wenn sie hierzulande in fast jedem Kräuterbeet anzutreffen ist, so stammt die Petersilie doch ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Einen Hauch mediterranes Flair versprüht noch der Beiname der Variante mit glatten Blättern, die auch "italienische Petersilie" genannt wird. Sie ist zwar intensiver und aromatischer im Geschmack als ihre krause Schwester, dafür aber auch anfälliger und schneller welk.
Indem Sie die Pflanze nach dem Pflücken oder Kaufen strauchweise einfrieren, können Sie diese lange und frisch lagern. Wie einen Blumenstrauß ins Wasser stellen sollte man sie hingegen nicht, da Petersilie auf diese Weise schnell faulig wird. Im getrockneten Zustand ist sie zwar besonders lang haltbar, verliert aber an Aroma.
Die Erntezeit für die Petersilienblätter ist von Mai bis Oktober. Die Wurzel der Pflanze findet ebenfalls Verwendung in der Küche und kann im Spätherbst eingeholt werden.

Langweiliges Kraut? Von wegen! Die Petersilie ist ein wahrer Superheld unter den Gesundheitshelfern und als solcher voller Nährstoffe und Spurenelemente. Mit den Vitaminen A, B und C wartet die Pflanze ebenso auf wie mit Karotin, Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen. Bei Mundgeruch empfiehlt es sich, Petersilie zu kauen. Durch die enthaltenen ätherischen Öle beseitigt sie schlechten Atem.
Die Pflanze ist Ihrer Gesundheit auch durch ihre leber- und nierenreinigende Wirkung zuträglich. Mit heißem Wasser aufgegossen und getrunken spült sie Blase und Harnwege durch und beugt Erkrankungen dieser vor. Wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden müssen Sie das grüne Würz- und Heilkraut aber meiden, da Sie sich in diesem Fall kaliumarm ernähren sollten.
Ebenso sollten Sie in der Schwangerschaft auf übermäßige Aufnahme von Petersilie verzichten. Das Gewürz wirkt wehenfördernd und kann so Frühgeburten begünstigen. Auf Menstruationsbeschwerden wirkt es sich hingegen positiv aus.

Frisch gekochte Speisen sollen nicht nur schmecken, sondern ebenso ansprechend aussehen. Zu diesem Zweck wird sowohl von Hobby- als auch Restaurantköchen gern ein Sträußchen Petersilie zur Zierde auf dem Essen platziert. Einen doppelten Nutzen erfüllt dieses, da die Pflanze appetitanregend wirkt. Und nicht zuletzt sorgt sie für einen Geschmacksgewinn bei zahlreichen Gerichten.
Was wären Möhren- oder Kartoffelsuppe ohne die würzige Zugabe von Petersilie? Püriert wird diese selbst zur gesunden und schmackhaften Vorsuppe. Auf Kartoffeln oder Omelett gestreut, sieht das Kraut nicht nur appetitlich aus, sondern sorgt auch für ein frisches Aroma während Fleisch- und Fischgerichte mit dem Küchengewürz einfach und schnell aufgepeppt werden können. Auch in Salaten oder grünem Pesto wird die Petersilie gern verarbeitet. Damit sie durch das Erhitzen aber weder ihre Farbe noch ihren Geschmack verliert, darf sie nur kurz mitgekocht werden.
Ein richtiger Fitmacher sind so genannte "grüne Smoothies" aus Kräutern, Gemüse und Früchten sowie selbstgemachte Gemüsesäfte. Geben Sie bei deren Zubereitung für den Extra-Vitaminkick einfach etwas frische Petersilie mit in den Mixer oder Entsafter.

Bündelweise können Sie Petersilie preisgünstig im Supermarkt kaufen. Die Pflanze eignet sich aber auch hervorragend zum Anbau im eigenen Garten, im Kräuterbeet oder auf der Fensterbank, so dass Sie bei Bedarf von Frühling bis Herbst stets ein paar frische Stängel abschneiden können.
Dafür sollten Sie ab März die Samen aussäen und einen hellen Standort wählen, direkte Sonneneinstrahlung aber meiden. Petersilie bevorzugt einen feuchten Boden, reagiert jedoch empfindlich auf Staunässe. Nach dem Ausstreuen keimt die Saat nach etwa drei bis vier Wochen.

Im Winter sollte die Pflanze zurückgeschnitten und wenn möglich abgedeckt werden, um sie vor Frost zu schützen. Auf diese Weise kommt sie im nächsten Jahr wieder.