Kirschgenuss - dunkelrot und honigsüß verführt

Frisch von Baum gepflückt sind pralle und süße Kirschen ein wahrer Sommergenuss. Tatsächlich essen neun von zehn Deutschen gern Süßkirschen - somit zählen die Kirschen zu den beliebtesten Obstsorten.

Die typische und als sehr gesund geltende Sommerfrucht, die von Erwachsenen und Kindern gleichermaßen gern gegessen wird, stammt ursprünglich aus Asien und den gemäßigten Klimazonen Europas. Ein berühmter römischer Feldherr brachte das süße Steinobst nach Italien, von wo es sich bis nach Nordeuropa verbreitete. Heute gibt es über 1.000 Kirschsorten. Übrigens: Erst seit Ende des 18. Jahrhunderts wurde zwischen Süß- und Sauerkirschen unterschieden. Doch was macht die Kirsche so gesund und was sollte man beim Kauf und der Lagerung beachten? Lesen Sie unsere Tipps und Infos.

Steinobst mit wertvollem Inhalt

Kirschen gelten als wahre Vitaminbomben und Lieferanten für wertvolle Mineralien und Spurenelemente wie Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium und Phosphor. Die dunklen Kirschsorten bieten dabei die wichtigen Inhaltsstoffe in einer höheren Konzentration. Die Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen machen Kirschen zum idealen Kinderobst. Unterstützen sie doch den Knochen- und Zahnaufbau, das Nervensystem und die Blutbildung. Zudem macht die enthaltene Kieselsäure "schlau" und der rotviolette Farbstoff wirkt entzündungshemmend. Und nicht zuletzt ist die Kirsche dafür bekannt, dass sie bei entsprechender Verzehrmenge jede Verstopfung kurieren kann. Damit die Inhaltsstoffe des vielfältigen Steinobstes sich voll entfalten können, sollten Sie Kirschen möglichst roh essen, denn Hitze zerstört den antioxidativen Schutz- und Heilstoff Xanthophyl und ein wichtiges Enzym, das bei der Kariesverhütung helfen kann.
Die Sauerkirsche kurbelt darüberhinaus den Stoffwechsel zusätzlich an und bietet mehr reinigende Pflanzensäuren, die von innen regelrecht "desinfizieren".

Tipps für den Einkauf und die Lagerung

Für den Fall, dass Sie keinen Kirschbaum im Garten haben, sollten Sie beim Einkauf der empfindlichen Früchte auf die folgenden zwei Regeln achten. Die Kirschen sollten fest an einem grünen und glatten Stiel sitzen sowie stets im reifen Zustand gekauft werden. Lagern Sie die frischen Kirschen, auch die selbst gepflückten, ungewaschen und am besten mit Stiel an einem kühlen Ort oder im Kühlschrank und verzehren Sie sie innerhalb weniger Tage.
Sie möchten auch im Winter die leckeren Früchte genießen? Legen Sie einen Wintervorrat an, indem Sie die Kirschen samt Kern einfrieren oder die entsteinten Früchte zu Kompott oder Marmelade verarbeiten.

Rezepttipp: Kirsch-Basilikum-Chutney mit Kokos-Milchreis

Sie benötigen für vier Personen folgenden Zutaten: 1 l Milch, 1 Prise Salz, 250 g Milchreis, 100 ml Kokosmilch, 100 g Zucker, 500 g Kirschen, 1 Apfel, 75 g braunen Zucker, 6 EL Zitronensaft, 2 Eier, 100 g Kokosraspeln, 1/2 Töpfchen Basilikum, 100 g Butterschmalz

  1. Lassen Sie die Milch und das Salz aufkochen. Rühren Sie den Milchreis ein. Alles bei schwacher Hitze ca. 30 Minuten aufquellen lassen. Anschließend die Kokosmilch und den Zucker unterrühren. Den fertigen Milchreis auskühlen lassen.

  2. Waschen, entstielen, halbieren und entsteinen Sie die Kirschen, vierteln Sie den geschälten Apfel und schneiden Sie ihn anschließend in Würfel. Lassen Sie den braunen Zucker in einem Topf karamellisieren. Kirschen, Apfelwürfel und Zitronensaft zugeben. Lassen Sie dann alles ca. 30 Minuten einkochen und anschließend abkühlen.

  3. Aus dem Reis etwa 16 kleine Bällchen formen. Diese erst im geschlagenen Ei, dann in Kokosraspel wenden und etwas ruhen lassen. Legen Sie von dem gewaschenen Basilikum etwas zum Verzieren beiseite und zupfen Sie die übrigen Blättchen ab, um diese in feine Streifen zu schneiden, anschließend unter das Chutney rühren. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Braten Sie darin die Reiskugeln goldbraun und richten Sie sie zusammen mit dem Kirsch-Basilikum-Chutney an, zum Schluss mit dem Rest Basilikum verzieren.

Wir wünschen Ihnen guten Appetit.