Nüsse – gesunder Kern in harter Schale

In den kalten Wintermonaten haben Nuss- und Mandelkerne Hochsaison. Viele Plätzchen, Lebkuchen und Stollen sind ohne sie undenkbar. Greifen Sie zu bei den knackigen Kernen, denn unter jeder Schale findet sich ein kleines Kraftpaket. Und anders als bei Aschenbrödel im Märchen dürfen es durchaus einige mehr als nur drei Haselnüsse sein.

Gut für Herz und Hirn

Haselnüsse, Walnüsse und Erdnüsse – sie alle werden Nüsse genannt. Doch botanisch gesehen sind nur Haselnüsse und Maronen echte Nüsse. Walnüsse zählen zum Beispiel zu den Steinfrüchten, Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten. Doch egal ob echte oder "falsche" Nuss – was darin steckt, ist auf jeden Fall gut und gesund: hochwertiges Fett reich an wertvollen ungesättigten Fettsäuren, leichtverdauliches Eiweiß, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe. In dem schützenden braunen Häutchen dazu noch Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Die knackigen Kerne sind außerdem wertvolle Nahrung fürs Gehirn und halten unsere Konzentrationsfähigkeit auf Trab. Verantwortlich dafür sind Cholin und Lecithin, wichtig für den Aufbau von Nervenbotenstoffen.

Frisch sind sie am besten!

Wer das volle Aroma der Nüsse und die vielen gesunden Inhaltsstoffe optimal nutzen will, sollte ganze Nüsse kaufen und diese erst kurz vor der Zubereitung schälen und verarbeiten. Für das Mahlen aller Nüsse eignet sich eine Mandelmühle; praktisch, wenn diese auch hobeln kann. Das mühsame Hacken erledigt ein Zwiebelhacker.

Lagern Sie ganze Nüsse trocken, kühl und luftig; idealer Weise in Netzen. So halten sie sich monatelang. Geschälte ganze, gemahlene, gehackte oder gehobelte Nüsse aus dem Handel schmecken am besten, wenn sie noch eine lange Mindesthaltbarkeitsdauer vor sich haben. Ein guter Aufbewahrungsort für diese ist der Kühlschrank. Hier sind sie vor dem Einfluss von Sauerstoff, Licht und Wärme geschützt. Verbrauchen Sie den Inhalt geöffneter Packungen binnen ca. acht Wochen. Denn Nüsse werden aufgrund des hohen Fettgehalts schnell ranzig, was Sie an dem typischen Geruch und Geschmack sowie der gelblichen Verfärbung erkennen können. Außerdem sind sie anfällig für Schimmelpilzbefall. Kontrollieren Sie die gelagerten Nüsse daher regelmäßig! Bei verfärbten und verschimmelten Kernen heißt es "ab in den Biomüll".

Wenn Nüsse nicht gut tun

Leider ist der Knabberspaß aus Tüte oder Dose nichts für den figurfreundlichen Genuss. Schon sechs Paranüsse haben den gleichen Kaloriengehalt wie ein 200-Gramm-Steak! Sind sie gebadet in Schokolade oder reichlich gesalzen ist besondere Vorsicht geboten. Unser Tipp: selbst knacken und bewusst genießen! Nicht mehr als 25 Gramm pro Tag der knackigen Kerne über den Salat gestreut oder sparsam im Essen versteckt versorgen uns mit wichtigen Vitalstoffen, ohne dick zu machen.

Wichtig: Von verschimmelter Ware sollten Sie die Finger lassen. Schimmelpilze können giftige Aflatoxine bilden, die krebserregend sind und durch Kochen oder Backen nicht zerstört werden.

Ganz tabu sind Nüsse und daraus hergestellte Lebensmittel für Menschen mit einer Nussallergie. Nüsse besitzen ein vergleichsweise hohes allergenes Potenzial. Schon kleinste Mengen können bei den betreffenden Personen schwere allergische Reaktionen auslösen. Wichtig ist, bei Fertigprodukten das Etikett genau zu studieren. Im Zweifel verzichten Sie lieber.

Rezepttipp: Pistazien-Traum

für 4 Personen

50 g Mandeln, ganz
2 El Honig
2 Bananen
2 El Zitronensaft
8 Vollkornbutterkekse (ca. 80 g)
50 g gehackte grüne Pistazien
4 Kugeln Vanilleeis

Zubereitung: Mandeln grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett bei milder Hitze goldbraun rösten. Zwei Esslöffel Honig dazu geben und sorgfältig mit den Mandeln mischen. Aus der Pfanne nehmen. Bananen in Scheiben schneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln. Kekse grob zerbrechen und anschließend mit Bananen und Mandeln in vier Dessertgläsern aufschichten. Pistazien in einen tiefen Teller geben. Nacheinander jede Kugel Vanilleeis in den Pistazien wälzen. Die fertigen Eiskugeln in die Dessertgläser geben.