Weihnachtsgebäck – Plätzchengenuss auch für Allergiker

„In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei!“ heißt es in einem bekannten Kinderlied. Doch wenn Sie als Allergiker die Zutaten der meisten Leckereien fürchten müssen, wird aus der Naschlust schnell Naschfrust. Nüsse, Gewürze oder das Klebereiweiß Gluten können allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Magenkrämpfe oder sogar Atemnot auslösen.
Vor allem bei gekauften Backwaren ist Vorsicht geboten, denn sie enthalten häufig andere Zutaten, als die Originalrezeptur. Aus diesem Grund sollten die Inhaltsstoffe von Christstollen, Lebkuchen und anderen weihnachtlichen Spezialitäten stets genau überprüft werden.
Aber auch wenn Sie an einer oder mehreren Allergien leiden, ist dies kein Grund zum Verzweifeln: Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten für Sie, um in den Genuss der duftenden Kreationen zu kommen. Bei uns erfahren Sie, welche Inhaltsstoffe im Weihnachtsgebäck Allergien hervorrufen und wie sie diese ganz einfach ersetzen können.

Die verbreitetsten Allergieauslöser in weihnachtlichen Süßigkeiten sind wohl Nüsse. Haselnuss, Walnuss oder Paranüsse ‒ oft findet man sie als Verzierung oder in gehakter bzw. gemahlener Form im Teig. Für Menschen mit einer Nussallergie ist der Weihnachtszauber so schnell verflogen. Besonders ärgerlich: Auch Marzipan und Nougat sind aufgrund ihrer Hauptzutaten ‒ Mandeln bzw. Haselnüsse ‒ oft tabu.

Schwierig gestaltet sich die Wahl der Backwaren auch für Personen mit Zöliakie, einer Unverträglichkeit des Klebereiweiß Gluten. Dieses kommt in den meisten Getreidearten vor und spielt, in Form von Mehl, auch beim Backen eine große Rolle. Als ebenso problematisch erweisen sich Eier als Zutat, wenn eine Hühnereiweißallergie vorliegt.

Weihnachtliche Gewürze wie Zimt, Anis oder Muskat geben den Leckereien erst das gewisse Etwas. Doch auch hier können Allergene lauern: So genannte Kreuzallergien sorgen dafür, dass Menschen, die auf bestimmte Pollen reagieren, auch auf manche Gewürze allergisch sind. Die trifft auch auf Nusssorten zu. Schuld daran sind molekulare Strukturen, die sich stark ähneln. Ein Beispiel: Wer gegen Beifuß allergisch ist, hat auch Probleme mit Anis, Koriander, Zimt und der Haselnuss. Erkundigen sich im Vorfeld bitte genau über mögliche Kreuzallergien.

Zugegeben: Die Liste der Zutaten, die Allergien auslösen können, ist beim Weihnachtsgebäck besonders lang. Doch zum Glück gibt es verschiedene Alternativen, mit denen auch Allergiker in den Knuspergenuss kommen. Dafür bietet es sich an, selbst zu Rührschüssel und Ausstechform zu greifen.
Knackige Nüsse lassen sich z.B. gut durch Kokosraspeln oder dem Getreide Amaranth ersetzen. Mit einer Mischung aus zwei Esslöffeln Wasser, einem Esslöffel Pflanzenöl und einem halben Teelöffel Backpulver erhalten Sie einen Ersatz für Hühnereier. Oder Sie bevorzugen Varianten, die ohne diese Zutat auskommen, wie beispielsweise den Mürbeteig.
Bei Zöliakie kann auf glutenfreie Mehle zurückgegriffen werden, die im Lebensmittelhandel erhältlich sind. Dazu gehören u.a. Buchweizen- oder Maismehl. Nur im Fall der weihnachtlichen Gewürze bleibt ein Wermutstropfen – wer gegen eines oder mehrere allergisch reagiert, muss leider darauf verzichten.