Kleiner Überblick zu den Zuckeraustauschstoffen

Wenn es nicht unbedingt Zucker sein muss, gibt es vielfältige Alternativen. Sie kennen diese vielleicht als kleine, weiße Drops, die Sie in den Kaffee fallen lassen, um ihn zu süßen. Diese unter Süßstoff bekannten Zusätze sind aber lediglich nur eine von mehreren Möglichkeiten, Zucker zu meiden. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, stellen wir sie Ihnen hier vor.

Zuerst muss man zwischen den Süßstoffen und den Zuckeralkoholen unterscheiden. Einen Sonderfall bildet hier Stevia, dazu in der Infobox mehr.

Synthetische Süßstoffe

Als Lebensmittelzusatz ist es ein Produkt aus Kohlen-, Sauer-, Wasser- und Stickstoff. Dazu kommt Kalium und Schwefel. Er ist 200-mal süßer als normaler Haushaltszucker, regt die Insulinausschüttung an, steigert aber nicht den Blutzuckerspiegel. Häufig findet man ihn in Lebensmitteln in Verbindung mit Aspartam. Er wird gern in Zahncremes, Mundwässern und Arzneien verwendet, um deren Geschmack zu verbessern. Er hat einen ähnlichen Kaloriengehalt wie Zucker, jedoch ist eine viel geringere Menge zum Süßen erforderlich.

Dieser Süßstoff ist dem Acesulfam-K sehr ähnlich und besitzt eine identische Süßkraft, weshalb nur sehr geringe Mengen erforderlich sind. Eiweißbausteine bilden die Bestandteile. Aus diesem Grund besitzt auch dieses Produkt einen ähnlichen Kaloriengehalt wie Zucker. Beachten sollten Sie hierbei, dass er im Körper zu Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol zerfällt. Diese Stoffe sollten Sie nur in geringen Mengen zu sich genommen werden, sind aber bei einer normalen Tageszufuhr unbedenklich. Bei Erhitzung verliert er seine Süßkraft, weshalb er nicht zum Backen und Kochen geeignet ist.

Maltit wird aus Maltose, also Malzzucker, gewonnen. Die Endung "-ose" deutet immer auf Zucker hin. Verglichen mit Haushaltszucker besitzt Maltit eine etwas geringere Süßkraft. Im Körper wird er ohne die Hilfe von Insulin verwertet und steigert somit den Blutzuckerspiegel nicht. Kalorienreduzierte Süßwaren, einige Soßen und Senf enthalten häufig Maltit beziehungsweise den Sirup davon. Diabetiker sollten besonders beim Sirup auf die Kohlenhydrate achten. Außerdem können beide Arten bei übermäßigem Verzehr Blähungen verursachen und abführend wirken.

Das Cyclamat beeinflusst den Insulinspiegel im Blut auf keine Weise, besitzt jedoch die 35-fache Süßkraft des Haushaltszuckers. Erhitzung hat keinen Einfluss auf diesen Süßstoff. Die Verwendung von Cyclamat ist beschränkt und umfasst lediglich Getränke, Desserts, Brotaufstriche, Obstkonserven und Marmeladen. In den USA ist dieser Süßstoff verboten worden, nachdem er verdächtigt wurde, krebserregend zu sein. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit kann dies jedoch nicht bestätigen, ließ aber den Hochzulassungswert von Cyclamat verringern.

Dieser Zuckeraustauschstoff wird aus den Samen des afrikanischen Süßholzbaumes gewonnen und lässt sich inzwischen auch synthetisch durch veränderte Mikroorganismen herstellen. Es hat einen Beigeschmack, der an Lakritze erinnert und besitzt die 2500-fache Süße des Haushaltszuckers. Dadurch, dass es sich hierbei um ein Eiweißprodukt handelt, hat es Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, dieser ist jedoch durch die enorme Süßkraft vernachlässigbar. Zu finden ist Thaumatin in zuckerfreien Getränken, Kaugummis, Desserts, Süßwaren und Speiseeis.

Zuckeralkohole

Dieser Austauschstoff wird aus zwei Zuckeralkoholen gemischt und süßt etwa halb so stark wie normaler Zucker. Die Insulinspiegel wird dabei nicht beeinflusst. Hitze macht Isomalt nichts aus, weshalb es zum Backen und Kochen verwendet werden kann. Übermäßiger Verzehr kann – wie bei allen Zuckeralkoholen – abführend wirken.

Xylit ist ein natürlich vorkommendes Zwischenprodukt des Kohlenhydratstoffwechsels und wird unter anderem aus Maiskolbenresten und Buchenholz gewonnen. Es ist nicht ganz so süß wie Zucker, kann aber 1:1 als Ersatz eingesetzt werden und eignet sich gut zum Backen und Kochen. Sollten Sie an Stoffwechseldefekten leiden, kann Xylit ein guter Ersatz sein, da es eine gute Verträglichkeit aufweist und den Blutzucker weitaus geringer beeinflusst als Zucker. Es wirkt vorbeugend gegen Karies und Plaques und wird daher gern in zuckerfreien Kaugummis verwendet. Menschen, die an Reizdarmsyndrom leiden, sollten die Verträglichkeit von Xylit mit ihrem Arzt absprechen.

Dieser Zuckeralkohol wird mit Hilfe von Pilzen aus normalem Haushaltszucker oder Traubenzucker hergestellt. Er besitzt aber lediglich 70 Prozent der Süßkraft, hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und eignet sich daher für Diabetiker und Menschen, die sich ketogen ernähren. Erythtrit kommt auch als Geschmacksverstärker, Verdickungs- und Feuchthaltemittel zum Einsatz und besitzt eine abführende Wirkung. Verglichen mit den anderen Zuckeralkoholen fällt diese allerdings gering aus.

Sorbit wird mit Hilfe von Enzymen aus Glucose gewonnen und besitzt die Hälfte der Süßkraft von Zucker. Der Energiegehalt ist dabei etwas geringer, hat jedoch keine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel. Weiterhin ist Sorbit gut zum Backen und Kochen geeignet und hat auf der Zunge einen leicht kühlen Effekt. Eine tägliche Höchstzufuhr gibt es nicht, jedoch kommt, wie bei allen Zuckeralkoholen, eine abführende Wirkung bei großen Mengen zum Tragen.