"Jetzt bin ich ein Schulkind!" – Tipps für Einschulung und Schulstart

Am 17. August beginnt für zahlreiche Schulanfänger in Sachsen-Anhalt und Bremen/Bremerhaven der "Ernst des Lebens". Mit bunt gefüllten Schultüten, neuen Schulranzen und leuchtenden Augen geht es für sie zum ersten Mal in das Klassenzimmer, in dem sie von nun an täglich lernen werden. Endlich nicht mehr zu den "Kleinen" zu gehören und in den Kindergarten zu gehen, erfüllt Ihren Nachwuchs mit Stolz und die Spannung ist groß, wie der neue Alltag in der Schule sein wird. Als Eltern fiebern Sie natürlich mit und möchten diesen Tag besonders schön gestalten. Bei uns erhalten Sie Anregungen für einen fröhlichen Schulstart!

Vor dem Schuleintritt steht vor allem eins: Zahlreiche Vorbereitungen. Viele Dinge werden von Ihrem Schulkind benötigt und müssen neu angeschafft werden: Von Büchern und Heften über Schreib- und Zeichenutensilien bis hin zu Federtasche und Sportzeug. Welche Lernmaterialien verwendet werden, erfahren Sie in der Regel rechtzeitig vor dem Schulbeginn. Machen Sie am besten eine Liste und arbeiten Sie diese nach und nach ab.

Unser Tipp: Tuschkasten, Brotdose und Füllfederhalter eignen sich auch als Geschenk zur Einschulung. Auf einem kleinen Wunschzettel für Verwandte und Freunde können Sie deshalb neben Spielzeug und Co. auch diese Unterrichtshelfer vermerken.

Überlegen Sie sich bereits vorher, wie sich Ihr Tagesablauf ändern muss, um Beruf, Schule und Freizeit in der Familie unter einen Hut zu bekommen. Dies hilft besonders am Anfang des neuen Lebensabschnitts und beugt kurzfristigen Terminkollisionen vor.
Der Schulbeginn ist für Ihr Kind eine tolle Erfahrung. Sprechen Sie mit ihm darüber, binden Sie es in die Vorbereitungen ein und unterstützen Sie seine Vorfreude. So startet es von Anfang an positiv in seine Schullaufbahn.

Der Schulweg ist meist die erste Strecke, die Kinder regelmäßig allein zurück legen. Bis es soweit ist, braucht es jedoch etwas Übung und Training, damit sich die Kleinen im Straßenverkehr zurecht finden.
Schon vor dem ersten Schultag sollten Sie sich deswegen Zeit nehmen und den Weg zum Schulgebäude oder dem Bus gemeinsam gehen. Erklären Sie Ihrem Nachwuchs, wie er sich richtig verhält und legen Sie dabei besonders viel Aufmerksamkeit auf das Überqueren der Straße. Begleiten Sie Ihr Kind in der ersten Zeit bis es sicher genug ist, um den Weg allein zu bewältigen. Farbenfrohe Kleidung mit Reflektoren an Jacke oder Schuhen trägt dazu bei, dass die Kleinen bereits von Weitem gut gesehen werden.

Brotbüchse, Mäppchen, Lesebücher – ganz schön viel, was bereits Erstklässler in ihrem Schulranzen umhertragen. Deswegen sollten Sie bereits beim Kauf ein Auge auf die Qualität haben. Achten Sie unbedingt darauf, dass das Modell geprüft und mit der DIN 58124 zertifiziert ist. Ausreichende Reflektoren, gepolsterte Tragegurte und eine ergonomische Form mit Rückenpolster erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr und beugen Haltungsschäden und Erkrankungen des Bewegungsapparates vor.
Wichtig ist auch ein geringes Eigengewicht des Schulrucksacks. Im gefüllten Zustand sollte er 10 Prozent des Körpergewichts Ihres Kindes nicht überschreiten.

Sie ist eins der Highlights am Tag der Einschulung: Die bis oben hin gefüllte Schultüte! Doch was steckt alles drin – oder sollte zumindest hinein? Wie der Name "Zuckertüte" bereits vermuten lässt, sind Süßigkeiten oft der Klassiker. Traditionell sollen sie den ABC-Schützen den Start in die Schule "versüßen". Gegen vereinzeltes Naschwerk ist natürlich nichts einzuwenden. Zum Wohle Ihres Kindes sollte dieses aber nicht Hauptbestandteil der Tüte sein: Zu viel davon begünstigt Übergewicht sowie damit verbundene Erkrankungen und schadet den Zähnen. Aus diesem Grund dürfen frisches Obst oder zahnfreundliche Snacks wie Nüsse und getrocknete Früchte nicht fehlen. Verpacken Sie diese kindgerecht und hübsch in kleine Portionen, so freuen sich Nachkatzen besonders darüber.

Mit dem Schulbeginn ändert sich in Ihrer Familie einiges: Die eingespielten Abläufe müssen angepasst und ganz neue Herausforderungen bewältigt werden. Gute Organisation ist nun besonders wichtig, um Hektik und Stress zu vermeiden. Führen Sie einen Familienkalender, um alle Termine auf einen Blick zu haben und planen Sie täglich feste Zeiten für die Hausaufgaben ein. Schulbrote vorbereiten, den Ranzen packen, Kleidung aussuchen – all diese Dinge können Sie bereits am Abend erledigen, denn morgens ist meist wenig Zeit.

Um in der Schule fit und ausgeruht zu sein, ist ausreichend Schlaf nun noch wichtiger. Acht bis zehn Stunden sollten es für ein Kind im Grundschulalter unbedingt sein. Für die Konzentration und Leistungsfähigkeit ist zudem gesundes Essen unersetzlich. Statt Schokoriegel und fettige Snacks gehören ein leckeres Vollkorn-Pausenbrot sowie Obst und Gemüse in die Brotbüchse. Mundgerecht geschnitten, schmeckt es gleich noch besser. Eine eigene Trinkflasche mit abgekühltem und ungesüßtem Tee oder Fruchtsaftschorle stillt den Durst und versorgt den Körper mit ausreichend Flüssigkeit.

Mit der Schule besteht das Leben Ihres Kindes nun auch aus ersten Pflichten, die Umstellung zu der Zeit im Kindergarten ist groß. Achten Sie deshalb darauf, es in diesem neuen Lebensabschnitt nicht zu überfordern. Planen Sie trotz Schule und den Hausaufgaben genug Freiräume zum Spielen sowie Lernpausen ein. Die Freizeitgestaltung sollte Spaß machen und nicht zu zusätzlichem Stress führen: Die Teilnahme an einer Arbeitsgemeinschaft, die Mitgliedschaft im Sportverein oder das Lernen in der Musikschule bietet Abwechslung und Zeit für ein Hobby. Entscheiden Sie sich Ihrem Kind zuliebe aber für eine diese Möglichkeiten.

Als Eltern möchte man seinem Nachwuchs Schwierigkeiten in der Schule und Probleme beim Lernen gern ersparen. Sollten Sie doch auftreten, ist das aber kein Weltuntergang. Suchen Sie das Gespräch mit Lehrern und probieren Sie Nachhilfeangebote aus. Manche Kinder brauchen etwas, bis der Knoten platzt. Unterstützen Sie den ABC-Schützen in jedem Fall und helfen Sie ihm geduldig, wenn er etwas nicht versteht.