Schlechte Noten? Kein Grund zum Verzweifeln!

Endlich Sommerferien! Sechs lange Wochen können alle Schüler nun faulenzen, das schöne Wetter genießen und tolle Unternehmungen mit Freunden und Familie erleben. Für einige Kinder und Eltern ist diese Zeit aber auch mit Sorgen verbunden, denn vor den großen Ferien kommt die Zeugnisvergabe. Schlechte Noten oder die nicht erfolgte Versetzung in die nächste Klasse, umgangssprachlich auch „Sitzenbleiben“ genannt, bereiten der ganzen Familie Kummer und lassen die Laune in der freien Zeit auf den Tiefpunkt sinken. Wichtig ist nun, sich nicht damit abzufinden, sondern gemeinsam eine Lösung zu suchen, um die schulischen Leistungen in Zukunft zu verbessern. Bei uns erhalten Sie einige Tipps, wie aus Lernfrust wieder Lernlust werden kann.

Schlechte Noten können viele Gründe haben – um dem Schüler oder der Schülerin zu helfen, muss klar sein, woher das Leistungsdefizit kommt. Handelt es sich um Lustlosigkeit und einem Mangel an Interesse? Gibt es Probleme, z.B. im Familienkreis, mit Mitschülern oder Lehrern, die die Konzentration stören? Oder spielen körperliche Ursachen wie Schlafmangel oder gar eine Erkrankung eine Rolle? Klären Sie die Hintergründe und versuchen Sie, dort einen Lösungsansatz zu finden. Manchmal helfen schon kleine Maßnahmen, wie das Ausprobieren einer neuen Lernstrategie oder das klärende Gespräch im Klassenverbund, um die grundlegenden Probleme zu lösen.

Beschränken sich die schlechten Noten auf einzelne Fächer oder sind grundsätzliche Wissenslücken die Gründe für die schulischen Probleme, ist Nachhilfe wohl eine der bewährtesten Methoden. Natürlich sind die Sommerferien als Erholungszeit gedacht, in denen die Schüler etwas Abstand zum Lernen bekommen sollen. Einen Teil der schulfreien Wochen zu nutzen, um Defizite aufzuholen, ist jedoch empfehlenswert. So können z.B. Ferienkurse besucht werden, um Verpasstes aufzuholen und Grundlagen zu festigen. Informieren Sie sich einfach bei den gängigen Anbietern, ob in Ihrer Nähe ein solcher Kurs stattfindet. Oder organisieren Sie sich privat Nachhilfe in den Ferien: So bieten häufig Lehramtsstudenten in der vorlesungsfreien Zeit ihre Dienste zu einem angemessenen Preis an. Damit der Erfolg anhält, sollte der Nachhilfeunterricht auch weitergeführt werden, wenn das Schuljahr wieder begonnen hat. So können Sie einem erneuten Abfall der Leistungen entgegenwirken.

Von Seiten der Eltern und Lehrer wird häufig angenommen, schlechte Leistungen seien lediglich auf mangelndes Interesse des jeweiligen Schülers zurückzuführen. Mit Vorwürfen, Verboten bezüglich der Freizeitgestaltung oder einem „Lernzwang“ wird jedoch kaum der schulische Erfolg unterstützt, sondern nur zusätzlicher Druck aufgebaut. Dies sorgt für noch mehr Angst beim Lernen und vor den Prüfungen, was in eine Abwärtsspirale führen kann.

Hilfreicher ist es, Ihr Kind in das Geschehen einzubeziehen und mit ihm gemeinsam Lösungen zur Verbesserung seiner Noten zu suchen. Belohnen Sie auch Fortschritte, um unmittelbare Erfolgserlebnisse zu schaffen: Nach einer Nachhilfestunde, in der Ihr Kind konzentriert mitgearbeitet hat, darf es wieder einer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Ist aus der 4 auf dem Zeugnis eine 3 oder sogar 2 geworden, gibt es eine größere Überraschung - z.B. eine Unternehmung, die es sich schon lange gewünscht hat. Eine gute Balance zwischen Lernen und Erholung macht außerdem den Kopf frei, um neues Wissen aufnehmen zu können.