Lesespaß für kleine Bücherwürmer

Fernseher, Computerspiele, Smartphone – Durch neue Medien geraten Bücher als Beschäftigung unserer Kinder weitestgehend in den Hintergrund. Dabei hat das gedankliche Versinken in den bedruckten Seiten keineswegs seinen Reiz verloren. Im Gegenteil: Zwischen Informations- und Bilderflut ist das Lesen ein Ruhepol geworden, der auch bei den Kleinsten zur Entspannung beiträgt. Außerdem bietet es für die Förderung und Entwicklung Ihres Nachwuchses zahlreiche Vorteile, die bei digitalen Angeboten häufig zu kurz kommen. Entdecken Sie für sich und Ihr Kind die Magie der Bücher (wieder)!

Seite um Seite Fantasie und Wissen

Lesen ist nicht einfach nur eine Freizeitbeschäftigung, sondern trägt vielfältig zur Entwicklungsförderung Ihres Kindes bei – und das unabhängig davon, ob es selbst liest oder von Ihnen etwas vorgelesen bekommt. Durch den Umgang mit den Buchstaben wird die Sprachentwicklung unterstützt, das Vokabular erweitert und die Fähigkeit, sich auszudrücken, geschult.
Durch die Handlungen im Buch lernen Kinder Wertvorstellungen und Moral kennen und verbessern ihre Sozialkompetenz. Ebenso wird das Faktenwissen Ihres Nachwuchses erweitert und er erhält eine bessere Allgemeinbildung. Die Kleinen folgen der Geschichte und müssen dabei Zusammenhänge erfassen. Das fördert die Konzentrationsfähigkeit, während durch das gedankliche Ausmalen der Bilder die Fantasie und Vorstellungskraft angeregt wird. Nicht zuletzt ist eine gemütliche Vorlesestunde auch für die Eltern-Kind-Beziehung ein Gewinn und bietet Ihrem Nachwuchs Erholung, Ruhe und Geborgenheit. Nicht zuletzt bringt regelmäßiges Lesen auch Vorteile in der Schule, da Unterrichtsinhalte schneller sowie besser erfasst und bei Bedarf eigenständig erlernt werden können.

Freude am Lesen wecken

Damit aus Kindern begeisterte Leser werden, sollten Sie bei ihnen frühzeitig die Begeisterung für Bücher wecken. Dies geht auf vielfältige und spielerische Weise, denn schon für die Kleinsten gibt es stabile und abwaschbare Bilderbücher. Binden Sie das Anschauen der Bücher oder das Vorlesen fest in den Alltag ein, z.B. indem Sie es zum Gute-Nacht-Ritual machen. So schaffen Sie eine positive Verbindung.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die gelesene Geschichte und beantworten Sie seine Fragen dazu. Befassen Sie sich auch über das Buch hinaus mit der Handlung, indem Sie diese beispielsweise mit Handpuppen in einem kleinen Theaterstück nachspielen oder sich einen alternativen Geschichtenverlauf ausdenken. Sicher wird Ihr Kind auch viel Freude daran haben, seine Lieblingsstelle aus dem Buch zu malen! Bibliotheken bieten häufig Veranstaltungen für Kinder, wie Vorlesestunden oder Bastelnachmittage. Dies ist eine ideale Möglichkeit, um für den Nachwuchs von Anfang an einen Zugang zu der bunten Welt der Literatur zu schaffen.
Damit sich Ihr Kind für ein Buch begeistern kann, sollte dieses auch altersgerecht sein. Altersempfehlungen auf dem Buchcover geben Ihnen hier einen nützlichen Hinweis. So eignen sich für Leseanfänger Bücher mit großer Schrift und zahlreichen Bildern, die das Geschehen verdeutlichen. Das Thema des Schmökers sollte den Interessen Ihres Kindes entsprechen, damit wirklicher Lesespaß aufkommt.
Ihnen als Eltern kommt wie immer eine Vorbildfunktion zu: Spielen Bücher in der Familie eine große Rolle und sehen die Kleinen Sie oft lesen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie selber zu Lesern werden.

Klassiker und neues aus den Verlagen

Unzählige Bücher sind auf dem Markt und täglich werden es mehr. Wie soll man aus dieser Auswahl die richtige Lektüre für den Nachwuchs finden? Wir haben für Sie ein paar Vorschläge für jedes Alter zusammengestellt.

  • Für die Kleinsten: Die kleine Raupe Nimmersatt (Eric Carle)
    Vielleicht haben schon Sie zu Kinderzeiten in diesem Klassiker geblättert, denn die "Kleine Raupe Nimmersatt" gibt es nun bereits seit 47 Jahren. Die Geschichte um die gefräßige Raupe, die eine Woche lang isst um sich dann zu verpuppen und schließlich zu einem Schmetterling zu werden, ist durch die bunten Bilder schon für die Kleinsten verständlich. Löcher in den dicken Seiten aus Karton, die die Raupe gefressen hat, lassen sie noch anschaulicher werden.

  • Ab 3 Jahre: Was wir schon alles wissen (Birgit Antoni)
    Mit Büchern kann man spielerisch die Welt entdecken, das macht das Lernbuch „Was wir schon alles wissen“ deutlich. Kindergartenkinder entdecken hier Farben, Zahlen, Gegensätze und lernen etwas über die Zeit, während Sie verschiedene Felder aufklappen können.

  • Ab 6 Jahre: Die kleine Hexe (Ottfried Preußler)
    Wer kennt Sie nicht, "Die kleine Hexe“, die so gern mit den anderen an der Walpurgisnacht teilnehmen möchte? Um dies zu schaffen, soll sie ein Jahr lang zeigen, dass sie eine gute Hexe ist. Die Nachwuchs-Leser begleiten sie durch ein aufregendes Jahr und fiebern mit, ob sich ihr sehnlichster Wunsch zum Schluss erfüllt.

  • Ab 8 Jahre: Reiseführer für Tiere: Tiere unterwegs - von Ameise bis Zugvogel (Inga Marie Ramcke)
    Ihr Kind findet Sachbücher langweilig? Dann sollten Sie es einmal mit diesem versuchen, denn der "Reiseführer für Tiere" vermittelt Wissen anschaulich und unterhaltsam. Wie in einem richtigen Reiseführer erzählen die Reisenden – in diesem Fall die Tiere – von ihren Routen und geben z.B. Bewertungen für ihre Unterkünfte ab. So macht lernen Spaß!

  • Ab 10 Jahre: Arthur Unsichtbar und der Schrecken von Thorblefort Castle (Louise Arnold)
    Jetzt wird es schaurig! Die Geschichte um Arthur Unsichtbar ist schon etwas für die größeren Kinder. In ihr muss sich der Geist Arthur entscheiden, welche Art von Gespenst er sein will – und wird schließlich zum unsichtbaren Freund des Außenseiters Tom. Doch damit nicht genug, denn auf das ungleiche Duo warten noch einige Abenteuer.