Mit Düften rundum wohlfühlen

Düfte beeinflussen das Hormonsystem und die Leistungsfähigkeit. Nutzen Sie den Effekt für Ihr Wohlbefinden, denn die Nase ist im täglichen Leben ein wichtiger Sensor. Mit ihr prüfen wir, ob uns Nahrung oder Partner zusagen. Sie bestimmt, was wir schmecken. Gerüche lösen Erinnerungen und Gefühle aus. Außerdem lindern ätherische Öle viele Beschwerden. Entspannung bieten Bäder aus Duftkräutern. Auch die Moxa-Therapie macht sich den heilenden Effekt von Düften zu Nutze.

Wohlfühlen mit Duftkräutern

Sie sind nicht der Saunatyp? Macht nichts. Warme duftende Bäder entspannen genau so. Die ideale Badetemperatur ist körperwarm: 37 Grad. Wer zu heiß badet, bereitet Herz und Kreislauf zusätzlich Arbeit. Ganz natürlich, gesund und aromatisch können Sie baden mit Kräutern vom Wochenmarkt. So werden müde Knochen wieder munter. Oder probieren Sie doch mal ein Liebesbad.

Kräuterbad zum Einschlafen
Basilikum, Lavendel und Zitronengras zu gleichen Teilen in ein Stofftaschentuch oder Geschirrhandtuch binden und ins warme, einlaufende Wasser hängen. Während des Badens das Säckchen immer mal wieder ausdrücken. Das Eincremen nach dem Kräuterbad können Sie sich sparen, wenn Sie ein wenig Weizenkeimöl ins Wasser geben. Anschließend können Sie gleich ins Bett hüpfen.

Vitalisierendes Kräuterbad
Ein Bad in einem Gemisch aus Meersalz, Rosmarin und Minze eignet sich besonders zur Muskellockerung. Zudem macht es wieder munter. Für ein Bad ein Kilo Meersalz ins Wasser geben und je eine Handvoll Rosmarin und frische Minze in einem Stoffsäckchen ins Wasser hängen.

Liebesbad
Gestalten Sie ein Fest der Sinne mit ein paar Tropfen Ylang-Ylang-, Sandelholz- und Jasminöl. Dosieren Sie sparsam: Nicht mehr als zehn Tropfen pro Wannenbad verwenden. Mischen Sie das Öl mit einer halben Tasse Milch oder Sahne und zwei bis drei Esslöffel Honig. Positiver Nebeneffekt: Die duftende Mischung ist dank des Honigs auch gut für die Haut. Wer den Duft der Ylang-Ylang-Blüten als zu schwer empfindet, nimmt Rosenöl.

Mit Duftölen gegen Beschwerden

Mit Duftölen gegen Beschwerden

Ätherische Öle sind pflanzliche Duftstoffe. Sie besitzen Heilkräfte, die die Pflanzen eigentlich zu ihrem eigenen Schutz produzieren. So bietet Lavendel mit seinem ätherischen Öl Schutz vor Sonne und Hitze und der Teebaum Schutz vor Fäulnis. Entsprechend lindert Lavendelöl beim Menschen leichte Verbrennungen, Teebaumöl Hautpilzerkrankungen. Ätherische Öle sollten jedoch nie zu viel und nie unverdünnt aufgetragen werden.

Bei Erkältung und Husten helfen Eukalyptus, Lavendel, Minze, Myrte, Zirbelkiefer, Latschenkiefer, Zitrone, Ingwer, Oregano, Teebaumöl oder Thymian. Zum Inhalieren die ätherischen Öle in eine Schüssel mit heißem Wasser geben: Gegen Erkältung zum Beispiel je 2 Tropfen Eukalyptus, Latschenkiefer und Zitrone. Gegen Husten 1 Tropfen Thymian, 3 Tropfen Ysop, und je 2 Tropfen Salbei und Zirbelkiefer.

Bei Kopfschmerzen helfen inhaliert oder eingerieben z.B. Lavendel und Pfefferminze oder ein Bad mit Melisse, Neroli, Muskatellersalbei. Auch Ingwer, Majoran, Basilikum, Ylang-Ylang, Schafgarbe sollen gegen Kopfschmerzen wirken.

"Moxen" zum Selbermachen

Die Moxa-Therapie, auch moxen genannt, ist eine asiatische Duft-Akupressur und gilt als eine der ältesten fernöstlichen Heil- und Entspannungstechniken. Es gibt etwa 50 unterschiedliche Moxa-Therapien. In einfacher Form kann man sie auch selbst durchführen. Die Hauptzutat ist die Moxa-Stange (auch Moxa-Zigarre). Das sind etwa 20 cm lange und 1,5 cm dicke Stäbe aus Moxa-Kraut (Beifuß), die in Papier gewickelt sind. Das Beifußkraut stammt aus dem chinesischen Hochland, die Stangen werden mit der Hand gerollt. Eine Moxa-Zigarre kostet etwa 1 Euro und ist über den Versandhandel, in Bioläden und (auf Bestellung) auch in Apotheken erhältlich.
Beim Moxen werden Zigarren angezündet. Durch die Wärme der Glut setzt der Beifuß seine Wirkstoffe frei. Das sind die Vitamine A, B, C, D, ätherische Öle, Gerbsäuren, Kaliumchlorid, Eisen und Magnesium. Erfahrene Moxa-Anwender setzen sich die duftenden warmen Stangen direkt auf bestimmte Akupunkturpunkte. Unerfahrene halten lieber die glimmenden Stangen über die Akupunkturpunkte. Achtung: Die Glut darf nicht mit der Haut in Berührung kommen. Die Kombination aus Wärme und ätherischem Duft stimuliert Hormonhaushalt und Immunsystem.