Arnika – Ein natürliches Schmerzmittel

Ein Sturz mit dem Fahrrad, ein eingeklemmter Finger in der Tür oder schmerzhafter Muskelkater nach einer anstrengenden Trainingseinheit – täglich muten wir unserer Haut sowie dem sich darunter befindenden Gewebe viel zu. Die dabei entstehenden Verletzungen liegen oft unter der Hautoberfläche und äußern sich mit blau-violetten Flecken oder Verhärtungen. Ein bewährtes Hausmittel dagegen ist die Arnika, eine Pflanze mit gelben Blüten, welche in ihrer natürlichen Ursprungsform in Gebirgenoder den nördlichen Ländern des Baltikums vorkommt und besonders kalkarme Böden bevorzugt. Ihre vielfach bewiesene medizinische Wirksamkeit ließ sie 2001 sogar zur "Heilpflanze des Jahres" werden. Wir möchten Ihnen das natürliche Schmerzmittel einmal genauer vorstellen.

Schon Hildegard von Bingen wusste die besonderen Kräfte der Arnika einzusetzen und erwähnte sie in ihren Schriften. Bis heute ist die Pflanze für ihre schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt und wird deshalb bei stumpfen Verletzungen der Haut und des Gewebes, wie Prellungen, Blutergüssen und Quetschungen, angewandt. Als Creme, Öl oder Salbe wirkt sie Schwellungen entgegen und hilft bei der Regeneration des Gewebes. Auch eine Darreichung in Form von Gobuli, homöopathischen Streukügelchen, ist gebräuchlich.
Arnika verschafft außerdem Linderung bei Muskel- und Gelenkbeschwerden. Sie fördert die Durchblutung und ist so ein gern genutztes Heilmittel bei rheumatischen Entzündungen wie Arthritis.Außerdem wird die Pflanze zur nervlichen Beruhigung bei Stress oder Nervosität eingesetzt.

Zur Weiterverarbeitung als Heilmittel werden die Blüten der Arnika genutzt. In ihrer natürlichen Form sind diese allerdings viel zu hoch dosiert, eine Einnahme kann sogar zu Vergiftungen führen. Aus diesem Grund sollten Sie immer die homöopathische, abgeschwächte Form verwenden. Von einer dauerhaften Anwendung ist abzuraten, da Hautirritationen sowie Allergien auftreten können. Ebenso sollten Sie Tinkturen oder Salben mit Arnika nicht auf offene Wunden geben – hier besteht die Gefahr von Infektionen.